Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert hat eine neue Aufgabe: Der 68-jährige CDU-Politiker aus Bochum wird neuer Kurator in der RAG-Stiftung. Die 2007 gegründete Stiftung finanziert die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus. 30 000 Euro Vergütung im Jahr und 500 Euro Sitzungsgeld erhalten die sogenannten gekorenen Mitglieder, wie eine Sprecherin der RAG-Stiftung mitteilte. Über die politischen Posten in dem 13-köpfigen Kontrollgremium entscheidet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.
Facebook muss seine deutschen Nutzer nach dem hiesigen Datenschutzrecht detailliert über die Weitergabe ihrer Daten an andere Unternehmen informieren. Das Kammergericht Berlin habe die Berufung des Sozialen Netzwerks gegen ein entsprechendes Urteil des Berliner Landgerichts zurückgewiesen, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Montag mit. Die Verbraucherschützer hatten geklagt, weil in Facebooks App-Zentrum, in dem Computerspiele von Dritt-anbietern angeboten werden, Nutzer nicht ausreichend über Umfang und Zweck der Datenweitergabe informiert wurden (Aktenzeichen: 5 U 155/14).
Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Montag vor der in dieser Woche anstehenden großen Zahl an Quartalsberichten mit angezogener Handbremse agiert. Der Dax sank zum Handelsschluss um 0,07 Prozent auf 13 468,79 Punkte, nachdem er am vergangenen Freitag mit 13 505 Punkten ein weiteres Rekordhoch erreicht und auf Wochensicht um rund 2 Prozent zugelegt hatte.
Dagegen verbuchte der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,57 Prozent auf 2591,96 Zähler. Das war der höchste Stand seit Februar 2001. Übernahmepläne in der US-Chipbranche trieben auch die Techwerte an.
Nach den jüngsten Rekordhochs werde die Luft für den Dax nun immer dünner, sagte ein Händler. Unter den Einzelwerten standen die Aktien der Deutschen Telekom nach der geplatzten Fusion der Tochter T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint im Anlegerfokus. Die T-Aktie fiel auf den tiefsten Stand seit rund sechs Wochen und notierte zwischenzeitlich an die 4 Prozent tiefer. Am Ende des Handelstages lag die Aktien noch 2,62 Prozent im Minus. Anleger hatten sich viel erhofft und zuletzt teils auf einen lukrativen Deal gesetzt. dpa