Berlin – Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ sind die Tage von Georg Fahrenschon an der Spitze des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gezählt. Das Präsidium komme am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Steueraffäre des Präsidenten zu beraten, berichtete die Zeitung. Eingeladen habe Fahrenschons Stellvertreter Thomas Mang, der auch Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen ist. Bei dem Krisentreffen könnte das Ende von Fahrenschon als Präsident besiegelt werden. Vom obersten Sparkassen-Chef und ehemaligen bayerischen Finanzminister wird aus den Regionalverbänden ein freiwilliger Rückzug erwartet. Das bestätigten Sparkassenkreise der Nachrichtenagentur dpa. Demnach soll sich Fahrenschon bis Dienstag entscheiden.
Neben der mutmaßlichen Steuerhinterziehung wird Fahrenschon laut „Bams“ vor allem vorgeworfen, den Strafbefehl monatelang verheimlicht zu haben. „Er versuchte, uns auszutricksen. Dieser Vertrauensbruch ist genauso schlimm wie die Steuerhinterziehung“, zitierte die Zeitung ein nicht namentlich genanntes Präsidiumsmitglied.
Der Fall wurde vergangene Woche einen Tag vor der geplanten Wiederwahl des Verbands-Chefs öffentlich. Allerdings soll Fahrenschon den Strafbefehl bereits im Frühjahr bekommen und dies monatelang verschwiegen haben. dpa