Aktuelles in kürze

von Redaktion

Interessent für Hummel-Hersteller

Rund zwei Monate nach dem Insolvenzantrag des Herstellers der weltberühmten Hummel-Figuren steht der Insolvenzverwalter in Verhandlungen mit einem Interessenten. Die Gespräche über eine Übernahme des Unternehmens seien aber noch nicht im Detail abgeschlossen, teilte die Kanzlei Linse & Ehrlicher mit. Die Hummel-Manufaktur mit etwa 70 Mitarbeitern in Rödental (Landkreis Coburg) hatte Ende September einen Insolvenzantrag gestellt. Damit war das kleine oberfränkische Unternehmen zum dritten Mal seit der Jahrtausendwende in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Produktion der bei Sammlern auf der ganzen Welt beliebten Porzellanfiguren soll aber weitergehen.

Griechenland wird nach Einschätzung des Eurorettungsfonds ESM das laufende Hilfsprogramm nicht komplett ausschöpfen. „Wir freuen uns, dass die Darlehenssumme für Griechenland deutlich unter dem ESM-Programmdeckel von 86 Milliarden Euro bleiben dürfte“, sagte ESM-Chef Klaus Regling dem „Handelsblatt“. Nicht abgerufene Gelder könnten teilweise dazu genutzt werden, Griechenlands Darlehen an andere Gläubiger zurückzuzahlen. Voraussetzung sei aber, dass Athen die Reformauflagen umsetzt und dass alle Euro-Staaten zustimmen, unterstrich Regling. Derweil starten die internationalen Gläubiger heute neue, intensive Kontrollen zu Griechenlands Reformbemühungen. Griechenland wird seit 2010 von internationalen Geldgebern mit Hilfskrediten vor dem finanziellen Kollaps bewahrt. Das aktuelle dritte Hilfsprogramm läuft im Sommer 2018 aus.

Fast sechs Jahre nach der Insolvenz des Drogerieimperiums von Anton Schlecker verkündet das Landgericht Stuttgart am heutigen Montag sein Urteil gegen den Firmengründer. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 73-Jährigen Bankrott vor und fordert drei Jahre Haft. Er soll vor der Insolvenz des Konzerns Millionen zur Seite geschafft haben. Für Schleckers mitangeklagten Sohn Lars fordert die Anklagebehörde zwei Jahre und zehn Monate Haft, für Tochter Meike zwei Jahre und acht Monate. Die Verteidiger der Familie halten die Forderungen für völlig überzogen.

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