Immer mehr Bundesbürger arbeiten an Sonn- und Feiertagen. Im Jahr 2016 galt dies für rund 15 Prozent der Erwerbstätigen oder knapp jeden Siebten, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Wert steige seit Jahren kontinuierlich. 1996 hätten nur 11 Prozent der Erwerbstätigen immer wieder an Sonn- und Feiertagen gearbeitet. Besonders hoch ist der Wert demnach bei den Selbstständigen: 22 Prozent von ihnen arbeiten zu diesen Zeiten. Bei angestellten Arbeitnehmern waren es 14 Prozent. Vom Dienst an Sonn- und Feiertagen stark betroffen sind auch Menschen im Hotel- und Gastronomiegewerbe, in Alten- und Pflegeheimen sowie im Wach- und Sicherheitsdienst. Hier arbeite die Hälfte der Beschäftigten an Sonn- und Feiertagen.
Ex-EZB-Präsident Jean-Claude Trichet unterstützt den vorsichtigen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) beim Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik. Die jüngste Entscheidung markiere „den Beginn der Normalisierung“, sagte Trichet, der heute seinen 75. Geburtstag feiert. Trichet betonte, die außergewöhnlich lockere Geldpolitik sei die notwendige Antwort auf die Finanzkrise 2007/2008 und die folgende Euro-Schuldenkrise gewesen. „Ich weiß, dass einige dieser Entscheidungen nicht unbedingt von allen gutgeheißen wurden“, sagte der Franzose, der die EZB von November 2003 bis Ende Oktober 2011 führte. „Aber ich bin überzeugt, dass sie notwendig waren, insbesondere in Europa.“
Der Dax hat nach dem starken Wochenstart den Rückwärtsgang eingelegt. Angesichts des anziehenden Euro, der die Exporte hiesiger Unternehmen verteuern kann, machten die Anleger Kasse: Der deutsche Leitindex schloss 0,72 Prozent tiefer bei 13 215,79 Punkten. Gespannt wurde am Markt auf die anstehende Abstimmung über die Steuerpläne von Donald Trump im Kongress geblickt. Die Aktien der Lufthansa waren am Dienstag mit 1,58 Prozent plus der Spitzenreiter im Dax. Im bisherigen Jahresverlauf sind sie mit einem Anstieg um mehr als 150 Prozent der mit Abstand beste Indexwert. Am Index-Ende fielen Deutsche Bank um knapp zwei Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Die EZB setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,1823 (Montag: 1,1795) US-Dollar fest.