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Streik bei Ryanair kaum zu spüren

von Redaktion

Frankfurt – Mit einem vierstündigen Warnstreik bei Ryanair hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) Druck auf den Billigflieger ausgeübt – ein Flugchaos blieb aber aus. Wie Ryanair am Freitag mitteilte, waren neun der 36 im Streikzeitraum geplanten Flüge verspätet, keiner musste gestrichen werden. Die VC zog trotzdem eine positive Bilanz des ersten Pilotenstreiks in der Geschichte des irischen Unternehmens und schloss weitere Arbeitskampfmaßnahmen nach Weihnachten nicht aus.

Die Gewerkschaft hatte die fest angestellten Piloten bei Ryanair zum Ausstand zwischen 5 und 9 Uhr an deutschen Flughäfen aufgerufen. Sie will Ryanair zu Tarifverhandlungen an den Tisch zwingen – schon länger sieht sich Ryanair mit Vorwürfen konfrontiert, seine Mitarbeiter viel schlechter zu bezahlen als andere Billigairlines.

Die Airline sprach von einem „ungerechtfertigten und unnötigen“ Arbeitskampf und bat ihre Piloten zur Arbeit, um die Reisepläne tausender Kunden nicht zu gefährden. Nach dem Ende des Streiks erklärte Ryanair, nur neun Flüge seien verspätet gewesen, Annullierungen habe es nicht gegeben, und auch alle weiteren Flüge fänden wie geplant statt.

Bei der Gewerkschaft klang das anders: Der Streik sei erfolgreich verlaufen, erklärte VC. Die Streikbeteiligung sei „sehr hoch“ gewesen, knapp die Hälfte der betroffenen Flüge sei deutlich verspätet gestartet. Auf den anderen Flügen habe Ryanair Piloten eingesetzt, die nicht zum Streik aufgerufen waren – etwa Piloten in der Probezeit. Der Druck, den die streikenden Piloten hätten erzeugen wollen, sei „definitiv beim Ryanair-Management angekommen“.  afp

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