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Weniger Tiere für besseres Klima

von Redaktion

Berlin – Die Deutschen sollten aus Sicht von Umweltschützern nur noch halb so viel Fleisch essen und die Tierbestände kräftig abbauen. Anders seien weder die Klimaziele noch mehr Tier- und Naturschutz zu erreichen. „Weniger und dafür besser ist die Losung“, sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, bei der Vorstellung des „Fleischatlas 2018“, der zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt wurde. Gefordert wird eine verpflichtende Fleischkennzeichnung und eine Abgabe auf Stickstoffüberschüsse, wie sie durch große Güllemengen entstehen. Mehr als zwei Rinder oder zehn Schweine pro Hektar solle ein Betrieb nicht mehr halten. Demzufolge müssten die Schweinebestände um mehrere Millionen Tiere sinken, besonders betroffen wären das westliche Niedersachsen und Westfalen.

Der Bauernverband bekräftigte, dass die Landwirtschaft die Erzeugung klimaschonender machen wolle. Dazu sollten unter anderem Düngemittel mit neuer Technik sparsamer eingesetzt und deutlich mehr Gülle in Biogasanlagen verwertet werden, wie die neue Klima-Strategie des Verbands vorsieht.  dpa

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