Aktuelles in kürze

von Redaktion

Aldi baut jetzt auch Wohnungen

Aldi Nord will in Berlin rund 2000 Wohnungen bauen. „Das ist die Idee: Im Erdgeschoss ein Aldi-Markt und darüber Wohnungen“, hieß es. 200 Wohnungen in Neukölln und Lichtenberg würden in Kürze gebaut, weitere 15 Standorte in der Hauptstadt habe man im Blick. Aldi braucht für sein neues Konzept mit größerem Sortiment sowie Frischtheken größere Ladenflächen. Die Verbindung mit Wohnungen dürfte es dem Unternehmen erleichtern, Baugenehmigungen zu bekommen. Vor ähnlichem Hintergrund baut Aldi schon in Hamburg. Ob der Discounter in Berlin auch als Vermieter auftritt oder seine Wohnungen verkaufen will, teilte das Unternehmen nicht mit.

Der Chipkonzern Infineon hat trotz gut laufender Geschäfte mit Währungseffekten durch den stärkeren Euro zu kämpfen. Denn in Europa fallen Kosten in Euro an. Halbleiter werden aber vor allem in Dollar gehandelt. Infineon-Chef Reinhard Ploss musste daher am Mittwoch die Prognose für das Geschäftsjahr 2017/18 (Ende September) kappen. Das Unternehmen rechnet nun nur noch mit einem Umsatzplus zwischen 3 und 7 Prozent nach zuvor 7 bis 11 Prozent. Auch bei der Rendite geht Finanzchef Dominik Asam nun von etwas weniger aus. Die Nachfrage bleibt aber ungebrochen.

Die bayerische Metall- und Elektro-Industrie will die ganztägigen Warnstreiks der IG Metall gerichtlich verbieten lassen. Beim Arbeitsgericht München reichte ihr Verband (vbm) am Mittwoch Klage auf Unterlassung und Schadenersatz ein. Eine rechtskräftige Entscheidung wird aber erst lange nach dem laufenden Tarifkampf erwartet. Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler kündigte an, die Gewerkschaft werde die Warnstreiks fortsetzen – „nun sogar noch entschlossener“.

Der Dax hat sich gehalten. Er schloss nur mit minimalen Verlusten, allerdings erneut unter der wichtigen Marke von 13 200 Punkten. Mit einem Abschlag von 0,06 Prozent auf 13 189,48 Punkte ging der Leitindex aus dem Handel. Seit er vor gut einer Woche bei 13 596 Punkten ein Rekordhoch erreicht hatte, ging es fast nur noch bergab. Für den Monat Januar bedeutet dies aber immer noch ein Plus von 2,1 Prozent. Im Gesamtjahr 2017 hatte der Dax mit einem Anstieg von mehr als 12 Prozent die beste Bilanz seit vier Jahren hingelegt.  dpa

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