Mit einem „Ja“ zum Tarifvertrag zur Fusion mit dem Konkurrenten Tata haben die Stahlkocher von Thyssenkrupp ihre Zustimmung zu einer Neuordnung des Konzerns gegeben. 92,2 Prozent stimmten bei der Abstimmung dafür, teilte die IG Metall am Montag in Düsseldorf mit. Der Vertrag soll spätestens heute unterschrieben werden. Das Votum der Beschäftigten galt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer Stahlfusion. Laut Vertrag sollen die gut 20 000 Beschäftigten der Thyssenkrupp-Stahlsparte unter anderem eine langfristige Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 erhalten. Das Unternehmen hält allerdings an der geplanten Streichung von 2000 Stellen in Deutschland fest.
Zum zweiten Mal seit der Machtübernahme im Januar 2015 will Griechenlands Links-Rechts-Regierung probeweise eine Rückkehr an den Kapitalmarkt unternehmen. Athen plane, mit einer siebenjährigen Staatsanleihe rund drei Milliarden Euro aufzunehmen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ANA MPA unter Berufung auf das Finanzministerium. Federführend sei ein Konsortium internationaler Banken. Ziel des Testlaufs sei es, ein Geld-Polster für die erhoffte dauerhafte Rückkehr Griechenlands an die Kapitalmärkte zu schaffen, die Athen nach dem Ende des laufenden Hilfsprogramms Ende August 2018 anpeilt, berichtete das Staatsradio (ERT).
An den US-Börsen hat sich am Montag im späteren Handel Panik breit gemacht. Die Talfahrt nahm kräftig an Fahrt auf. Der Dow Jones Industrial büßte fast 1600 Punkte ein und sackte kurzzeitig unter die Marke von 24 000 Zählern. Seine seit Jahresbeginn eingefahrenen Gewinne gab er damit komplett wieder ab. Zuletzt lag er mit 5,74 Prozent im Minus bei 24 057,79 Punkten. Am Anleihemarkt legten die Renditen spürbar zu. Starke Konjunkturdaten heizen die Sorge an, dass die Zinsen schneller als erwartet steigen.
Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt blieb zum Wochenstart trüb. Der Dax schloss mit einem Minus von 0,76 Prozent bei 12 687,49 Punkten. Damit notiert er erstmals seit Monaten wieder unter seinem 200-Tage-Durchschnittskurs, der als Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Noch ist diese Linie aber leicht aufwärts gerichtet. Zum Profiteur der wieder größeren Schwankungen an den Finanzmärkten könnte die Deutsche Börse werden, da Investoren dann oftmals mehr handeln. Die Papiere stiegen an der Dax-Spitze um rund zweieinhalb Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,2440 (Freitag: 1,2492) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8039 (0,8005) Euro.