Das Deutsche Patent- und Markenamt klagt über Personalmangel und sieht die Innovationskraft Deutschlands in Gefahr. „Wir schieben einen Berg von mehr als 200 000 offenen Patentprüfungsverfahren vor uns her“, sagte die Präsidentin der Behörde, Cornelia Rudloff-Schäffer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Jeder Patentprüfer habe bis zu 300 offene Verfahren. Rudloff-Schäffer forderte deshalb mehr Mitarbeiter: „Wir brauchen 200 zusätzliche Prüferstellen, um das Tagesgeschäft zu bewältigen und um die offenen Verfahren abzuarbeiten. Zusätzlich benötigen wir 100 Stellen für die Markenprüfung und in unseren IT-Abteilungen.“ Zudem sollten die Verfahren schlanker und effizienter gestaltet werden.
Der jüngste Stabilisierungsversuch des Dax hat sich am Dienstag als Eintagsfliege erwiesen. Anleger wagten sich nicht mehr weiter aus der Deckung, nachdem sich der deutsche Leitindex am Vortag vom tiefsten Stand seit etwa fünf Monaten hatte erholen können. Er bewegte sich den Tag über meist leicht im Minus, weitete seine Verluste dann aber in den Schlussminuten auf 0,70 Prozent aus. Mit 12 196,50 Punkten ging er beim tiefsten Stand des Tages aus dem Handel.
Damit entsprach die Tendenz einmal mehr der Entwicklung in New York, wo der Dow Jones Industrial am Dienstag ebenfalls wieder schwächer tendierte. Anleger zeigten sich auf beiden Seiten des Atlantiks unsicher, ob der Markt das Schlimmste hinter sich hat oder nicht. Bremsend wirkte sich auch der wieder anziehende Eurokurs aus. Eher positiv angemerkt wurde am Markt aber eine insgesamt nachlassende Schwankungsbreite von ungefähr 100 Dax-Punkten.
Ein weiterer Schritt Richtung Erholung gelang entgegen dem Marktumfeld der Lufthansa, die 1,44 Prozent zulegte. Mit plus 150 Prozent waren Lufthansa-Aktien 2017 mit Abstand größter Dax-Gewinner. In diesem Jahr laufen sie nach der Deutschen Bank bislang am deutlichsten hinterher.