Berlin – Verbraucherschützer haben den Onlinebezahldienst PayPal wegen seiner 80 Seiten umfassenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) abgemahnt. PayPal verstoße mit seinen AGB gegen den gesetzlich vorgeschriebenen Grundsatz der Transparenz, sagte Carola Elbrecht vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). „Drucken Verbraucher die AGB zu Hause einseitig auf DIN A4 aus, bekommen sie 80 Seiten Papier auf circa 24 Metern. Das ist aus Verbrauchersicht unzumutbar und muss geändert werden“, betonte die Rechtsreferentin für das Projekt „Marktwächter Digitale Welt“ beim vzbv. PayPal hat nach Angaben des Verbandes bis Ende Februar Zeit, auf die Abmahnung zu reagieren. Wenn der Onlinebezahldienst nicht angemessen handle, werde der vzbv vor Gericht gehen, sagt Elbrecht. Der Finanzdienstleister PayPal, der in Deutschland rund 18,9 Millionen Kunden hat, prüft die Angelegenheit, will sich aber noch nicht dazu äußern, sagte eine Sprecherin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Die Verbraucherschützer sehen in den langen AGB einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. dpa