Wegen der Bildung illegaler Kartelle hat die EU-Kommission Millionenstrafen gegen die Autozulieferer Bosch und Continental verhängt. Bosch hat sich nach Feststellung der Wettbewerbshüter mit zwei japanischen Konkurrenten auf dem Markt für Zündkerzen abgesprochen sowie mit Continental und dem Zulieferer ZF TRW bei Bremssystemen. Wegen des Zündkerzen-Kartells ordnete die Kommission eine Geldbuße von 76 Millionen Euro an, wegen der Absprachen bei Bremsen eine Buße von 75 Millionen.
Durchbruch in nächtlichen Verhandlungen: Die 120 000 Beschäftigten in den westdeutschen VW-Werken erhalten ab Mai 4,3 Prozent mehr Geld. Wer Schichtarbeit leistet, Kinder betreuen oder Angehörige pflegen muss, kann sich für sechs zusätzliche freie Tage im Jahr entscheiden. Im Streit um den Haustarif haben sich VW und IG Metall in der Nacht zum Mittwoch auf einen Abschluss geeinigt.
Daimler will den ersten Elektro-Lastwagen von Mercedes-Benz im Jahr 2021 in Serie auf den Markt bringen. Zehn Fahrzeuge gehen zwar schon in den kommenden Wochen an ausgewählte Kunden in Deutschland und der Schweiz, dort sollen sie aber erst einmal auf ihre Alltagstauglichkeit getestet werden, so Daimler.
Ein ehemaliger britischer Häftling in China hat Zweifel an der moralischen Integrität von Firmen wie C&A und H&M gesät. Einem Bericht des früheren Privatdetektivs Peter Humphrey in der „Financial Times“ zufolge wurde in einem chinesischen Gefängnis zu Hungerlöhnen für westliche Modefirmen gefertigt. C&A und H&M kündigten Untersuchungen an.
Der Dax hat wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Vor dem nach Börsenschluss erwarteten Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung hielten sich die Anleger zurück, so dass der deutsche Leitindex 0,14 Prozent tiefer bei 12 470,49 Punkten schloss. Investoren erhoffen sich von dem Papier der Fed Einblicke in die Mehrheitsverhältnisse unter den Notenbankern hinsichtlich der Zahl der Leitzinserhöhungen in diesem Jahr. An der Dax-Spitze zogen die Aktien der Deutschen Börse um 2,85 Prozent auf 108,15 Euro an. MTU überzeugte weder mit dem kräftigen Wachstum noch mit der angehobenen Dividende: Die Papiere des Triebwerksbauers büßten als einer der größten Verlierer im MDax rund 3 Prozent ein. Denn bei der Dividende hatten Analysten auf eine noch deutlichere Erhöhung gehofft.