DWS-Börsengang soll Deutscher Bank 1,8 Milliarden bescheren

von Redaktion

Frankfurt – Der Börsengang der Vermögensverwaltungstochter DWS soll der Deutschen Bank 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Ein guter Teil des Geldes kommt vom größten japanischen Lebensversicherer Nippon Life. Dieser habe sich verpflichtet, fünf Prozent der DWS-Anteile zum Platzierungspreis zu erwerben, teilte der Dax-Konzern mit. Erster Handelstag soll der 23. März 2018 sein.

Die Aktie der Deutschen Bank stieg im frühen Handel am Montag um gut ein Prozent. Investoren begrüßen es, dass Konzernchef John Cryan ein wichtiges Etappenziel bei der Neuaufstellung des zuletzt verlustreichen Geldhauses erreicht hat.

Die Deutsche Bank will zunächst 40 Millionen Aktien oder 20 Prozent der DWS-Anteile über die Börse an den Markt geben. Der Preis soll sich in einer Spanne von 30 bis 36 Euro je Aktie bewegen. Sollte die Nachfrage nach den Papieren besonders groß sein, behält sich die Deutsche Bank vor, weitere zehn Millionen Aktien oder fünf Prozent der DWS-Anteile zu platzieren, wie die Deutsche Bank in Frankfurt mitteilte. Die Mehrheit der Anteile soll aber bis auf Weiteres bei der Deutschen Bank verbleiben. Auch durch die gewählte Rechtsform und die Besetzung des Aufsichtsrats will Deutschlands größtes Geldhaus sicherstellen, dass es weiter das Sagen hat: Die DWS wird als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) firmieren. Bei dieser Rechtsform werden bestimmte wichtige Entscheidungen nicht von der Hauptversammlung getroffen, sondern vom persönlich haftenden Gesellschafter – in diesem Fall also von der Deutschen Bank. Die DWS gehört zu den größten Vermögensverwaltern in Europa.  dpa

Artikel 4 von 6