Die Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat am Donnerstag eine Liste mit den größten Kapitalvernichtern des vergangenen Jahres veröffentlicht. Danach hat unter Deutschlands Aktiengesellschaften der angeschlagene Möbelkonzern Steinhoff mit einem Minus von rund 94 Prozent binnen eines Jahres am meisten Kapital verbrannt. Auf den vorderen Plätzen der Negativliste stehen der Telefonauskunftanbieter 11 88 0 Solutions, das Modeunternehmen Gerry Weber und der Solarindustriezulieferer Singulus Technologies.
Die Rivalen Daimler und BMW legen laut einem Medienbericht neben ihren Carsharing-Anbietern Car2go und DriveNow auch andere Mobilitätsdienste zusammen. In ein Gemeinschaftsunternehmen sollen auch die Taxi- und Mobilitäts-Apps Mytaxi und Moovel von Daimler sowie der Parkdienst ParkNow von BMW einfließen, wie das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtete. Daimler und BMW sollen jeweils 50 Prozent der Anteile halten.
Käufer von Gebrauchtwagen mit Euro-5-Diesel können im Handel aktuell bis zu 50 Prozent Rabatt bekommen. Das teilte der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) am Donnerstag nach einer Umfrage unter 1817 Automobilhändlern quer durch alle Marken mit. Für 11 Prozent der befragten Händler seien Euro-5-Diesel derzeit unverkäuflich, ein Drittel gewähre zwischen 10 und 30 Prozent Nachlass, ein weiteres Drittel gebe sogar bis zu 50 Prozent Rabatt.
Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag heftig unter Druck geraten. Neben enttäuschenden europäischen Konjunkturdaten lasteten die Nachwirkungen der gestrigen US-Notenbankaussagen auf den Kursen. Dass die EU zunächst wohl von US-Strafzöllen verschont bleibt, sorgte kaum für Entlastung. Zusätzlicher Gegenwind kam am Nachmittag von der schwachen Wall Street. Zum Handelsende büßte der Dax 1,7 Prozent auf 12 100,08 Punkte ein, womit er etwas über seinem Tagestief blieb. Im Dax litten Bankentitel am Donnerstag unter den schwindenden Hoffnungen auf eine noch schnellere Zinswende in den USA, negativen Analystenkommentaren sowie dem geschäftlichen Gegenwind zu Jahresbeginn: Für das Index-Schlusslicht Commerzbank ging es um 6,17 Prozent bergab, Aktien der Deutschen Bank verloren nach dem kräftigen Kursrutsch vom Vortag weitere 2,98 Prozent. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,39 Prozent am Vortag auf 0,35 Prozent. Der Euro notierte bei 1,2310 Dollar.