Aktuelles in kürze

von Redaktion

Weiterer Kredit für Griechenland

Im Kampf gegen die Staatspleite erhält das hoch verschuldete Griechenland 6,7 Milliarden Euro an weiteren Hilfskrediten. Das Direktorium des Eurorettungsschirms ESM gab das Geld am Dienstag frei. Griechenland habe sämtliche dafür erforderlichen Spar- und Reformmaßnahmen umgesetzt, hieß es. Eine erste Tranche in Höhe von 5,7 Milliarden Euro sollte am Mittwoch ausgezahlt werden, eine weitere Milliarde voraussichtlich im Mai. Die Kredite sollen zur Tilgung alter Schulden sowie zum Aufbau eines Finanzpuffers genutzt werden.

Ladenhüter und hohe Rabatte haben dem schwedischen Moderiesen H&M den Start ins Jahr verdorben. Der Gewinn brach im ersten Geschäftsquartal bis Ende Februar um fast die Hälfte ein. Unter dem Strich blieben 1,37 Milliarden schwedische Kronen (134 Millionen Euro), wie das Unternehmen in Stockholm mitteilte. „Der Jahresbeginn war hart“, sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson. Jetzt sollen Läden und Online-Geschäft besser verzahnt werden, beispielsweise indem man online bestellte Kleidung dort abholen und auch zurückgeben oder umtauschen kann.

Am deutschen Aktienmarkt haben Anleger am Dienstag wieder Mut gefasst. Die Sorgen über eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China ließen etwas nach, die Kurse erholten sich. Der Dax kletterte um 1,56 Prozent auf 11 970.83 Punkte – nachdem er am Montag noch auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr abgerutscht war. Bis auf ein Mini-Minus bei der Commerzbank lagen alle 30 Dax-Werte im Plus.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte sich zuletzt „vorsichtig hoffnungsvoll“ geäußert, dass man sich im Streit um Strafzölle einigen könnte. „Investoren atmen auf, weil der Handelskrieg erst einmal vom Tisch sein könnte“, schrieb Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Die USA und China verhandelten nun über etliche Ausnahmen von Strafzöllen.

Nachdem die britische „Times“ über einen möglichen Wechsel an der Spitze der Deutschen Bank berichtet hatte, stand deren Aktie im Blickpunkt. Zwischenzeitlich legte der Kurs an die zwei Prozent zu, das Plus reduzierte sich zum Handelsschluss aber auf 1,14 Prozent und 11,31 Euro. Die Kursgewinne könnten sich letztlich als Strohfeuer erweisen, warnte ein Händler. Denn auch ein neuer Chef werde an den chronisch schwachen Einnahmen des Konzerns vermutlich nicht viel ändern können. Stärkster Wert im Dax war die Deutsche Börse mit einem Plus von 3,45 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,34 auf 0,32 Prozent.  dpa

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