Aktuelles in kürze

von Redaktion

Bayer spart weniger als geplant

Die Einsparungen durch die Monsanto-Übernahme werden für den Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer geringer ausfallen als erwartet. Ab 2022 rechnet Bayer damit, dass die Übernahme jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar zum operativen Ergebnis (Ebitda) beiträgt, wie Konzernchef Werner Baumann am Freitag auf der Hauptversammlung in Bonn sagte. Ursprünglich hatten die Leverkusener dafür 1,5 Milliarden Dollar angepeilt. Grund sind die Auflagen der Kartellbehörden. Diese hatten Bayer angehalten, mehr Teile an den Konkurrenten BASF zu verkaufen als erwartet.

Der Volkswagen-Konzern will Cheflobbyist Thomas Steg in seine alte Funktion zurückholen. Das berichten mehrere Medien. Steg

war im Januar beurlaubt worden, weil er von den umstrittenen Abgasversuchen an Affen gewusst haben soll. Wie der „Spiegel“ berichtet, habe eine interne Untersuchung nun ergeben, dass dem Manager kein Fehlverhalten vorzuwerfen sei. Zudem sei er unverzichtbar für das Unternehmen. Volkswagen betonte am Freitag aber, zu der Personalie gebe es noch keine Entscheidung.

Der Energiedienstleister Techem wechselt den Besitzer. Man habe einen Übernahmevertrag über 100 Prozent der Anteile unterzeichnet, teilte der australische Vermögensverwalter und bisherige Eigner Macquarie am Freitag mit. Bei der Transaktion wurde Techem mit 4,6 Milliarden Euro bewertet. Käufer ist eine Investorengruppe unter Führung der schweizerischen Partners Group, zu der noch zwei kanadische Pensionsfonds gehören. Der Deal muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Der Autobauer Fiat Chrysler hat in den USA rund 4,8 Millionen Autos wegen Softwareproblemen zurückgerufen. Konkret gehe es um mögliche Fehlfunktionen im Zusammenhang mit den Geschwindigkeitsreglern, die behoben werden müssten, teilte das Unternehmen in Auburn Hills mit. Betroffen seien unter anderem Fahrzeuge der Marken Chrysler Sedan, Cherokee und Ram Pickups.

Nach der umstrittenen Bahnreform in Frankreich soll der Staat dem Netz- und Zugbetreiber SNCF einen Großteil seines riesigen Schuldenbergs abnehmen. Premierminister Édouard Philippe kündigte am Freitag die Übernahme von 35 Milliarden Euro Schulden bis 2022 an. Die SNCF werde dadurch finanziellen Handlungsspielraum zurückgewinnen, sagte er nach Gesprächen mit Gewerkschaftsvertretern. Die Netzsparte des staatseigenen Bahnunternehmens ist mit 47 Milliarden Euro verschuldet, die Mobilitätssparte hat knapp 8 Milliarden Euro Schulden in den Büchern.

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