Die Sorge vor einem zugespitzten Handelsstreit mit den USA hat an Fronleichnam den Dax auf Talfahrt geschickt. Der Leitindex weitete seine lange Zeit nur moderaten Verluste am Nachmittag deutlich aus und erreichte bei 12 547 Punkten seinen tiefsten Stand seit Ende April. Er schloss dann zwar leicht davon erholt bei 12 604,89 Punkten, dies bedeutete aber immer noch ein deutliches Minus von 1,40 Prozent. Den Mai beendete er wenige Punkte unter seinem Stand vor einem Monat. Anleger der Deutschen Bank brauchten am Donnerstag einmal mehr ein dickes Fell: Aufgrund von Medienberichten, wonach US-Aufseher das US-Geschäft des Finanzhauses zu einem Problemfall erklärt haben, stürzten die Aktien am Dax-Ende um mehr als 7 Prozent auf 9,157 Euro ab – und schrammte damit nur knapp an ihrem Rekordtief von 2016 vorbei.
Im Stahlsektor litten die Salzgitter-Aktien mit einem Abschlag von 2 Prozent darunter, dass Washington Strafzölle für Importe verlangen will. Auch die Papiere von Thyssenkrupp fielen im Dax um 1,2 Prozent. Spitzenreiter im Dax waren Aktien der Deutschen Börse mit einem Plus von 1,24 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,15 Prozent am Vortag auf 0,22 Prozent.