Aktuelles in kürze

von Redaktion

Mehr Kriminalität in der Wirtschaft

Anlagebetrug, Abzocke im Internet, Abrechnungsschwindel im Gesundheitswesen: Wirtschaftskriminalität in Deutschland hat 2017 sprunghaft angezogen. 74 070 Fälle wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) erfasst und damit 28,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dies sei der höchste Stand der vergangenen fünf Jahre, teilte die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mit. Auch der entstandene Schaden lag mit 3,74 Milliarden Euro um gut ein Viertel über dem Vorjahreswert (2,97 Mrd Euro). „Das Internet schafft neue und vielfältige Tatgelegenheiten“, erklärten die Ermittler. Dass die Fallzahlen so stark nach oben schnellten, lag aber auch am Ermittlungskomplex um den Dresdner Finanzdienstleister Infinus.

Vor der Abgabe der Ökostrom-Erzeugung an den bisherigen Konkurrenten RWE baut Eon seine Solaraktivitäten in den USA weiter aus. In Texas plane Eon einen Solarpark mit einer Kapazität von 100 Megawatt, teilte der Konzern am Dienstag mit. Es sei die größte Solaranlage, die Eon bisher gebaut habe, sagte ein Sprecher. Die Anlage werde aus 350 000 Photovoltaikmodulen bestehen und eine Fläche von 271 Hektar einnehmen. Das entspreche 550 Fußballfeldern. Zum Vergleich: Der bislang größte von Eon in Deutschland errichtete Solarpark hat eine Leistung von knapp acht Megawatt.

Zwischen der Entspannung um Nordkorea einerseits und schwachen deutschen Konjunkturdaten andererseits hat sich der Dax am Dienstag zum Stillstand entschlossen. Der Leitindex endete prozentual unverändert bei 12 842,30 Punkten. Möglicherweise hielten die Investoren schon das Pulver trocken kurz vor den Sitzungen der Federal Reserve am Mittwoch und der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Bei den Unternehmen richteten sich die Blicke abermals auf die Deutsche Post und auf Daimler. Die „Aktie Gelb“ büßte als schwächster Dax-Wert 2,5 Prozent ein. Der Bonner Logistikkonzern hatte Anleger zuletzt mit einer Gewinnwarnung wegen Problemen im Brief- und Paketgeschäft geschockt und einen Umbau angekündigt. Bei Daimler standen die Beschlüsse nach dem Treffen zwischen Verkehrsminister Andreas Scheuer und Vorstandschef Dieter Zetsche im Fokus. Daimler muss wegen des Vorwurfs unzulässiger Abschalteinrichtungen hunderttausende Fahrzeuge zurückrufen. Dass die Aktien um 1,5 Prozent stiegen, begründete ein Händler mit der Erleichterung unter Anlegern: Zetsche habe ein milliardenschweres Ordnungsgeld abwenden können. Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,28 Prozent am Montag auf 0,32 Prozent.

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