Aktuelles in kürze

von Redaktion

Roboter sind auf dem Vormarsch

Roboter sind in den Fabriken weltweit auf dem Vormarsch: Im vergangenen Jahr wurden geschätzt 380 000 Industrieroboter rund um den Globus ausgeliefert – fast 90 000 mehr als im Vorjahr. Das sagte Norbert Stein, Chef des Bereichs Robotik und Automation beim Maschinenbauverband VDMA, am Dienstag. Einen Boom gibt es vor allem in chinesischen Fabriken: Die Umsätze der deutschen Roboterhersteller in der Volksrepublik stiegen um 60 Prozent. „China hat einen Riesenaufholbedarf“, sagte Stein in München zum Auftakt der viertägigen Fachmesse „automatica“.

Der Digital-Konzern Google hält die öffentliche Speicherung von gelöschten Links aus der Trefferliste seiner Suchmaschine in der Lumen-Datenbank für gerechtfertigt. Wie ein Sprecher des Unternehmens gestern erklärte, teile Google seit vielen Jahren allgemeine Informationen über entfernte Inhalte mit der Lumen-Datenbank. „Dabei anonymisiert Lumen die persönlichen Kontaktinformationen des Absenders, zum Beispiel Telefonnummer, E-Mail und Adresse“, betonte der Sprecher. Das Forschungsprojekt Lumen erfasse weltweit eine Vielzahl rechtlicher Beschwerden bei verschiedenen Plattformen, um Nutzer möglichst transparent über erfolgte Sperrungen zu informieren. Die Stiftung Warentest hatte am Montag kritisiert, dass Google sich mit der Veröffentlichung von gesperrten Links Gerichtsurteilen widersetze (wir berichteten).

Wegen des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China hat sich die Abwärtsbewegung am deutschen Aktienmarkt und an den Weltbörsen am Dienstag fortgesetzt. Der Dax unterbot zeitweise die Marke von 12 600 Punkten und verlor letztlich 1,22 Prozent auf 12 677,97 Punkte.

Wegen der internationalen Gefahren bewerten mittlerweile führende Wirtschaftsforschungsinstitute die Aussichten für Deutschland deutlich skeptischer. Im europäischen Branchentableau litten die konjunkturabhängigen Sektoren der Rohstoff-, Technologie-, Industriegüter- und Automobilwerte besonders unter dem allmählich eskalierenden Handelskonflikt. Im Dax verloren die Anteile von Thyssenkrupp 2,2 Prozent. Infineon fielen um rund 2,1 Prozent. Volkswagen büßten als einer der größten Verlierer 2,4 Prozent ein. Bester Dax-Wert mit einem Plus von 0,8 Prozent waren Deutsche Bank. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,24 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Euro rutschte unter die Marke von 1,16 Dollar und notierte zuletzt bei 1,1576 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1534 Dollar festgesetzt.

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