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von Redaktion

Autopakt soll Arbeitsplätze retten

Die bayerische Autoindustrie, IG Metall und Staatsregierung haben vereinbart, trotz Elektrifizierung möglichst viel Wertschöpfung und Beschäftigung vor Ort zu erhalten und die Weiterbildung der Beschäftigten zu verstärken. Der Pakt solle helfen, den Wandel sozial zu gestalten, sagte Bayerns IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler am Donnerstag in der Staatskanzlei. Durch die E-Mobilität rechnet die Gewerkschaft in Bayern mit dem Verlust von 25 000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2030. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: „Bayern soll Leitregion für das automatisierte, autonome und vernetzte Fahren werden.“

Der Autopakt wurde von Audi, BMW, MAN, Continental, Schaeffler, ZF, Robert Bosch, der Staatsregierung, der IG Metall und dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie unterzeichnet.

Der vom Elektro-Autobauer Tesla wegen Datenklaus, Geheimnisverrats und mutwilliger Geschäftsschädigung verklagte Ex-Mitarbeiter geht in die Gegenoffensive. Gegenüber dem US-Sender CNN bezeichnete sich der Beschuldigte als Whistleblower. Er habe so beunruhigende Entdeckungen bei Tesla gemacht, dass er damit an die Öffentlichkeit habe gehen müssen. Der 40-Jährige behauptete, er sei vergangene Woche gefeuert worden, weil er versucht habe, Investoren und die Öffentlichkeit zu warnen. Unter anderem habe er herausgefunden, dass 1100 beschädigte Batteriemodule beim neuen Model 3 verbaut wurden. Tesla hatte am Vortag Klage gegen den Mitarbeiter eingereicht, der einige Monate in der „Gigafactory“ im US-Bundesstaat Nevada gearbeitet hatte.

Die schwächelnde Telekom-Großkundentochter T-Systems will bis 2020 rund 6000 Stellen allein in Deutschland streichen – weltweit sollen es 10 000 sein. Der Stellenabbau solle in drei Phasen erfolgen und noch in diesem Jahr beginnen, sagte ein Sprecher am Donnerstagabend. Das habe T-Systems-Chef Adel Al-Saleh am selben Tag auf einer Mitarbeiterversammlung bekannt gegeben. Zunächst sollen auf Management- und Verwaltungsebene in Deutschland 2000 Arbeitsplätze eingespart werden. Weitere 2000 Stellen würden von dort an andere Standorte wie Indien und die Slowakei verlagert, die übrigen betroffenen Arbeitsplätze in Deutschland sollen durch Automatisierungs- und Digitalisierungsprozesse wegfallen.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des russischen Staatskonzerns Rosneft. Die Aktionäre beriefen den 74-Jährigen am Donnerstag in der sibirischen Stadt Krasnojarsk auf ihrem Jahrestreffen wieder in das Kontrollgremium, wie der Energieriese mitteilte.

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