Hamburg – Mehrere Mitglieder der Familie Darboven bangen um die Zukunft des Hamburger Kaffee-Herstellers („Idee Kaffee“). „Wir sind in tiefer Sorge um dieses Unternehmen, an dem wir zusammen 42,5 Prozent der Anteile halten“, schreibt Arthur Darboven – Sohn von Firmenchef Albert Darboven (82) – mit seinen Cousins Arndt und Behrendt Darboven sowie deren Mutter Helga Darboven in einem gemeinsamen offenen Brief. Kern des Problems ist laut dem Schreiben die Frage, wer in dem Betrieb künftig das Sagen haben wird. Dabei soll es auch um die Rolle von Andreas Jacobs (54) gehen, Spross der Bremer Kaffeeunternehmer-Familie Jacobs. „Es ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar, dass Albert Darboven, unser Vater beziehungsweise Onkel, die Führung des Familienunternehmens an Dr. Andreas Jacobs übertragen will“, erklären die jüngeren Darbovens. Jacobs habe „keine enge Bindung an unser Haus“. Darboven ist der kleinste der fünf großen deutschen Kaffeehersteller. 2016 wies die Bilanz der Holding einen Verlust von rund 4,6 Millionen Euro aus. dpa