Die zuletzt relativ stark gestiegenen Arbeitskosten in Deutschland schaden der Wirtschaft aus Sicht gewerkschaftsnaher Forscher nicht. Im Gegenteil: Die deutsche Wirtschaft sollte bei Löhnen und Gehältern im Vergleich zu europäischen Nachbarn noch mehrere Jahre aufholen, hieß es beim gewerkschaftsnahen Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK). Nach der Analyse des IMK verzeichnete Deutschland von 2001 bis 2017 in der EU den drittniedrigsten Anstieg bei den Arbeitskosten, im Schnitt waren es pro Jahr 2,1 Prozent. Ein Einkommensplus stärke die Binnennachfrage, hieß es als Begründung.
Wegen eines Software-Fehlers muss die Lufthansa für tausende Tickets die Bonus-Meilen neu berechnen. Der seit Anfang Juni aufgetretene Fehler sei erkannt und werde bis zum Ende dieses Monats behoben, erklärte am Montag ein Sprecher der Lufthansa-Tochter Miles&More. In dem Kundenbindungsprogramm seien vor allem Tickets falsch berechnet worden, die von Großkunden gebucht worden waren. Miles&More hatte das Prämiensystem erst im März umgestellt. Berechnungsgrundlage für die Gutschriften ist nicht mehr die Flugentfernung, sondern der Umsatz.
Der Ausbau der Windenergie in Deutschland hat den Zenit überschritten. Wurden im vergangenen Jahr an Land noch 1792 neue Windräder aufgestellt mit einer Leistung von 5,3 Gigawatt, so dürfte die Ausbauleistung in diesem Jahr um rund ein Drittel auf weniger als 3,5 Gigawatt zurückgehen. Das erwartet der Bundesverband Windenergie in Berlin. Im kommenden Jahr sei mit einem weiteren Rückgang zu rechnen.
Anleger am deutschen Aktienmarkt haben zum Wochenbeginn die globalen Handelskonflikte erst einmal beiseite gewischt. Der Dax stieg am Montag um 0,38 Prozent auf 12 543,89 Punkte und setzte damit die Aufwärtsbewegung der vergangenen Woche fort. Der MDax rückte um 0,55 Prozent auf 26 100,16 Punkte vor. Der TecDax stieg um 0,61 Prozent auf 2779,93 Zähler. Papiere von Volkswagen verloren 1,18 Prozent wegen der Durststrecke durch neue Regeln für Abgastests. Dagegen legten die seit Jahresbeginn schwachen Lufthansa-Papiere um 2,24 Prozent zu und lagen damit an der Dax-Spitze. Bei den Halbleiteraktien erholten sich Aixtron um fast 11 Prozent, Dialog Semiconductor, legten um 4,45 Prozent zu.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,17 Prozent auf 0,18 Prozent.
Die Europäische Zentralbank setzte den Euro auf 1,1789 (Freitag: 1,1724) Dollar fest. dpa