Ingolstadt – Es sind die bislang deutlichsten Worte gegen eine Rückkehr des inhaftierten Audi-Chefs Rupert Stadler: „Ein ,Weiter so‘ akzeptieren wir nicht“, erklärte Audi-Betriebsratschef Peter Mosch bei einer Betriebsversammlung in Ingolstadt. Nötig sei eine beschäftigungssichernde Konzernstrategie mit eigner Batteriefertigung für Elektroautos in Ingolstadt und ein personeller Neustart, erklärten Mosch und Betriebsrätin Ingrid Seehars.
Die Belegschaft stellt sich gegen eine Rückkehr des beurlaubten Audi-Vorstandschefs Rupert Stadler, der seit Mitte Juni in Untersuchungshaft sitzt. Die Entscheidung zu einer Batteriefertigung in Ingolstadt müsse jetzt fallen, um ein glaubhaftes Signal für den geforderten Neustart zu geben, verlangen die Belegschaftsvertreter.
Klarheit herrscht mittlerweile zumindest in Ingolstadt über die Auswirkungen des neuen Abgastestzyklus mit dem Kürzel WLTP auf das Personal: Der eigentlich dieses Jahr am 24. August endende Betriebsurlaub wird für den größten Teil der rund 18 000 Beschäftigten in der Produktion um zwei Wochen verlängert, hat das Management mit dem Betriebsrat vereinbart. Betroffen sind zwei von drei Montagelinien (Audi A5 und A6). Die dritte Montagelinie (Audi A3 und Q2) arbeitet vom 6. bis 31. August nur im Zwei- statt im Dreischichtbetrieb. Im September soll es vereinzelt produktionsfreie Tage geben und einzelne Schichten sollen entfallen. tmh