Bei der Deutschen Bahn soll Vorstandschef Richard Lutz sein zweites Amt als Finanzvorstand abgeben. Die beiden Aufgaben würden im Laufe dieses Jahres wieder getrennt, verlautete am Donnerstag aus Aufsichtsratskreisen der Bahn. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ über den geplanten Umbau berichtet. Der Aufsichtsrat werde möglicherweise bereits in der September-Sitzung die Änderung beschließen, hieß es aus dem Umfeld des Kontrollgremiums. Als neuer Finanzvorstand stehe Alexander Doll bereit. Doll ist seit April Konzernvorstand für Güterverkehr und Logistik und war zuvor bei diversen Banken.
Beteiligungsfirmen haben so viel Geld in deutsche Firmen investiert wie seit zehn Jahren nicht mehr. Im ersten Halbjahr 2018 stieg der Gesamtwert der gestemmten Firmenkäufe auf 10,7 Milliarden Euro – der höchste Wert in solch einem Zeitraum seit der globalen Finanzkrise 2008. Gemessen am ersten Halbjahr 2017 verdoppelte sich der Wert der Transaktionen sogar, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt. Damals lag der Wert bei 5,3 Milliarden Euro. Die Zahl der Transaktionen blieb mit 96 fast unverändert.
Europas größter Softwarehersteller SAP profitiert weiter von immer besseren Geschäften mit Mietsoftware. Im zweiten Quartal trieben die Verkäufe von Software in der sogenannten Cloud Umsatz und Ergebnis nach oben. Der Konzernerlös legte trotz des nach wie vor negativen Effekts des starken Euro um vier Prozent auf rund sechs Milliarden Euro zu. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis stieg ebenfalls um vier Prozent auf 1,64 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Unter dem Strich verdiente SAP 720 Millionen Euro und damit gut acht Prozent mehr.
Dax weitet Verluste aus
Der Dax hat am Donnerstag seine Verluste ausgeweitet. Zum Handelsschluss blieb der deutsche Leitindex mit einem Minus von 0,62 Prozent auf 12 686,29 Punkte aber etwas über seinem Tagestief. Am Mittwoch hatte er dank fünf Gewinntagen in Folge noch den höchsten Stand seit rund einem Monat erreicht. Unter den Dax-Konzernen legte SAP Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Die Aktien des Software-Herstellers fielen als Index-Schlusslicht um 3,53 Prozent. Unter Druck standen auch die Papiere von Continental mit einem Abschlag von 1,73 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,16 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Eurokurs sank auf 1,1604 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1588 Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8630 Euro.