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von Redaktion

Teure Bundesliga drückt Sky-Bilanz

Mehr Zuschauer, mehr Umsatz, aber weniger Gewinn – die kräftig gestiegenen Kosten für die Bundesliga haben dem größten deutschen Pay-TV-Sender Sky Deutschland die Jahresbilanz getrübt. Mit deutlich mehr Eigenproduktionen sieht sich das Unterföhringer Unternehmen im harten Wettbewerb gegen Netflix, Amazon & Co. gut auf Kurs. Die Tochter des britischen Sky-Konzerns hat jetzt 5,2 Millionen Kunden – 200 000 mehr als zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017/18. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Doch das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um 19 Prozent auf 134 Millionen Euro.

Verbrauchern begegnet Silikon als Fugenmittel im Bad oder in Lacken, die Autoindustrie braucht es zur Beschichtung von Airbags, die Medizintechnik für Filter. Nachfrage und Preise steigen – und davon profitiert jetzt der bayerische Chemiekonzern Wacker: Sein Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn (Ebitda) um 7 Prozent auf 515 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Wacker Chemie beschäftigt im Stammwerk Burghausen und den anderen deutschen Werken 10 200 Mitarbeiter, im Ausland 4100.

Ein starkes Geschäft mit Wartung und Ersatzteilen beflügelt die Gewinnpläne des Münchner Triebwerksbauers MTU. Der Umsatz dürfte im laufenden Jahr nach angepassten Zahlen stärker als gedacht auf rund 4,2 Milliarden Euro steigen, kündigte Vorstandschef Reiner Winkler bei der Vorlage der Quartalszahlen an. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll dadurch von zuletzt 573 Millionen auf etwa 640 Millionen Euro steigen.

Die vorerst abgewendete Eskalation des amerikanisch-europäischen Handelsstreits hat am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,83 Prozent auf 12 809,23 Punkte unweit seines Tageshochs.

Der entscheidende Kurstreiber – allen voran im Autosektor – war das Ergebnis des Krisentreffens von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Vorabend, bei dem sich beide Seiten überraschend auf einen Plan zur Beilegung des Zollkonflikts verständigt hatten. BMW setzten sich mit einem Plus von 4,42 Prozent an die Dax-Spitze. Fast genauso gut tat die Einigung im Handelsstreit der VW-Aktie, die 3,96 Prozent zulegte. Selbst Daimler schaffte ein Plus von 2,82 Prozent, obwohl die an diesem Tag vorgelegte Quartalsbilanz nicht so erfreulich war.  mm

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