Beim Billigflieger Ryanair deuten die Signale unverändert auf einen Pilotenstreik in dieser Woche. Bei der deutschen Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in Frankfurt war bis Montagmittag kein verbessertes Tarifangebot des Unternehmens eingegangen, wie ein Sprecher mitteilte. Sollte bis zur gesetzten Frist um Mitternacht nichts eingetroffen sein, will die VC an diesem Mittwoch ihre weiteren Maßnahmen bekannt geben. Erwartet wird ein konkreter Streikaufruf an die auf zehn deutschen Basen stationierten rund 400 Piloten. Das ist etwa ein Zehntel der gesamten Pilotenschaft des größten Billigflieger Europas.
Mehr als die Hälfte der Briten hält die Bierpreise im Pub für nicht mehr bezahlbar. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, die im Auftrag der Lobby-Organisation Camra (Campagin for Real Ale) durchgeführt wurde. Auf die Frage, ob das Pint in einem britischen Pub erschwinglich ist, antworteten 45 Prozent der Befragten mit „eher unerschwinglich“ und elf Prozent gar mit „höchst unerschwinglich“. Dem „Guardian“ zufolge kostet ein Pint in London derzeit durchschnittlich 5,20 Britische Pfund (rund 5,8 Euro), außerhalb der Hauptstadt müssen Pub-Besucher 3,50 Pfund auf den Tresen legen.
Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler kauft im Bereich autonomes Fahren zu. Schaeffler übernimmt eine Technologie des schwäbischen Mittelständlers Paravan, die Autos ermöglicht, ohne menschliche Beteiligung in der Spur zu bleiben. Dies teilte der Konzern in Herzogenaurach mit. Die Struktur des Geschäfts ist komplex: Schaeffler gründet ein Gemeinschaftsunternehmen mit Paravan, in das die Technologie eingebracht wird. Schaeffler hält 90 Prozent an dem Joint Venture, Paravan-Gründer Roland Arnold die übrigen 10 Prozent. Arnold führt die Firma.
Trotz der steigenden Ökostromerzeugung hat es im ersten Halbjahr 2018 weniger Noteingriffe zur Stabilisierung der Stromnetze in Deutschland gegeben. Die vier Übertragungsnetzbetreiber melden für Januar bis Juni zurückgehende Zahlen. „Unsere Fortschritte beim Netzausbau tragen Früchte“, sagte Tennet-Vorstandsmitglied Lex Hartman. Im Netzgebiet von Tennet, das von Schleswig-Holstein bis Bayern reicht, musste die Leistung von konventionellen Kraftwerken im Umfang von 3600 Gigawattstunden gedrosselt oder erhöht werden, um Engpässe auszugleichen. Im Vorjahreszeitraum waren es mit 6000 Gigawattstunden deutlich mehr. Bezahlen müssen die Noteingriffe die Verbraucher über den Strompreis. Im Jahr 2017 waren dafür die Rekordkosten von 1,4 Milliarden Euro angefallen.