Brüssel – Die Wettbewerbshüter der EU haben die Fusion von Linde und Praxair zu einem neuen Branchenriesen gebilligt. Die Kartellwächter verlangen allerdings die Erfüllung strenger Auflagen. So muss Praxair sein gesamtes Gasegeschäft im Europäischen Wirtschaftsraum verkaufen und seine Beteiligung an dem italienischen Joint Venture Siad abgeben. Zudem sollen Helium-Bezugsverträge veräußert werden, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte. Mit den nun angebotenen Verpflichtungen hätten Linde und Praxair wettbewerbsrechtliche Bedenken ausgeräumt, hieß es.
Es steht allerdings noch die Entscheidung der US-Wettbewerbsbehörde FTC aus. Sie hatte Linde bereits jüngst weitere Verkäufe auferlegt. Die Fusion muss bis spätestens 24. Oktober über die Bühne gehen. dpa