Kassel/Stavanger – Der größte deutsche Öl- und Gas-Produzent Wintershall plant milliardenschwere Investitionen in Norwegen. Die BASF-Tochter will bis 2020 rund zwei Milliarden Euro in die Erkundung und Entwicklung ihrer Felder in Norwegen stecken. Das sei mehr als ein Drittel des Gesamtbudgets für Explorationsvorhaben, teilte Wintershall am Dienstag mit. Langfristig soll einer der Produktionsschwerpunkte der Firma in Norwegen liegen.
Wintershall-Chef Mario Mehren betonte aber auch erneut, wie wichtig die umstrittene Gas-Pipeline Nord Stream 2 für Europa sei, die wie die bereits bestehende Leitung Nord Stream russisches Gas durch die Ostsee nach Westeuropa bringen soll. „Die Nachfrage in der EU steigt, die Eigenproduktion sinkt – das bedeutet unterm Strich: Der Importbedarf nimmt zu“, sagte er. In der EU gibt es Streit um das Projekt: Viele Staaten fürchten eine noch höhere Abhängigkeit von Russland. Die USA gehören zu den scharfen Kritikern von Nord Stream 2. dpa