Auto- und vor allem Bahnfahren in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Die höchsten Preissteigerungen mussten Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs verkraften: Um fast 79 Prozent verteuerten sich ÖPNV-Tickets seit dem Jahr 2000, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anlässlich der „Europäischen Mobilitätswoche“ mitteilte. Für Bahntickets muss aktuell knapp 57 Prozent mehr gezahlt werden als vor 18 Jahren. Kauf und Unterhalt von Kraftfahrzeugen verteuerten sich um gut 36 Prozent – maßgeblich getrieben von den Spritpreisen, die um fast 50 Prozent anzogen.
Ungünstige Wechselkurse drücken auch beim Garten- und Forstgerätehersteller Stihl auf den Umsatz. Obwohl das Unternehmen aus Waiblingen bei Stuttgart von Januar bis August mehr Motorsägen, Rasenmäher und andere Geräte verkaufte als im gleichen Zeitraum 2017, setzte es mit 2,65 Milliarden Euro etwa 1,7 Prozent weniger um. Vorstandschef Bertram Kandziora sprach am Dienstag von „außergewöhnlich hohen Wechselkurseffekten“, insbesondere in den USA – für Stihl ein extrem wichtiger Markt – und in Brasilien.
Der Modekonzern Esprit will wegen tiefroter Zahlen seine Kosten deutlich senken. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. Juni endete, hatte das Unternehmen mit Firmensitz im nordrhein-westfälischen Ratingen und Börsennotierung in Hongkong einen Nettoverlust von rund 2,5 Milliarden Hongkong Dollar (rund 270 Millionen Euro) erwirtschaftet, wie das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mitteilte. Rund 1,3 Milliarden Hongkong Dollar (etwa 140 Millionen Euro) seien jedoch auf außerordentliche Aufwendungen etwa für Filialschließungen entfallen.
Der Dax hat am Dienstag trotz einer Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China zugelegt. Er stieg um 0,51 Prozent auf 12 157,67 Punkte. Händler sagten, es sei nun lediglich das Szenario eingetreten, mit dem man wohl ohnehin habe rechnen müssen. Auch die Papiere der Autobauer BMW, Volkswagen und Daimler, gegen die am Dienstag ein offizielles Kartellverfahren von der EU-Kommission eröffnet worden war, lagen im Plus. Der Index der mittelgroßen Werte MDax gab dagegen um 0,12 Prozent auf 26 249,17 Zähler nach. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1697 (Montag: 1,1671) US-Dollar fest. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,26 Prozent.