Tesla-Chef Elon Musk ist von der US-Regierung verklagt worden und könnte wegen ein paar halbgarer Tweets lebenslang aus Chefetagen börsennotierter Unternehmen verbannt werden. Zum Verhängnis werden könnte ihm die überraschende Ankündigung, den Elektroautobauer von der Börse nehmen zu wollen. Die Börsenaufsicht SEC wirft Musk in ihrer Klage vor, er habe dabei falsche und irreführende Angaben gemacht. Musk bezeichnete die Klage als ungerechtfertigt, das Vorgehen der SEC mache ihn „tieftraurig und enttäuscht“. Die Aktie des Elektroauto-Herstellers fiel im US-Handel um rund elf Prozent. Musk hatte Anfang August in einer Serie von Tweets angekündigt, er erwäge, Tesla zum Preis von 420 Dollar pro Aktie von der Börse zu nehmen. „Finanzierung gesichert“, fügte er hinzu. Der Plan sorgte sofort für Argwohn, da er völlig überraschend kam und dafür sehr viel Kapital erforderlich gewesen wäre, das Tesla nicht hatte. Nach nur gut zwei Wochen wurde das Projekt dann – genauso unerwartet, wie es angekündigt wurde – wieder abgeblasen. Wegen des Verdachts auf Marktmanipulation folgten Sammelklagen von Investoren und Ermittlungen der SEC. Laut US-Medienberichten prüft auch das Justizministerium den Fall.
Er hat wie kaum ein anderer die Tariflandschaft der deutschen Industrie geprägt, den VfB Stuttgart saniert und die Allgaier Werke zum Vorzeigeunternehmen gemacht. Ihm wurden so viele Auszeichnungen verliehen und er saß und sitzt in so vielen Aufsichtsräten, dass es müßig wäre, sie aufzuzählen. Nur eines kann der Unternehmer und ehemalige Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt nicht: Verlieren. „Er hat aus seiner Sicht nie verloren, in seinem ganzen Leben noch nicht – er ist immer optimistisch“, sagt der ehemalige Top-Gewerkschafter und Bundesarbeitsminister Walter Riester (SPD) anerkennend über seinen früheren Metalltarif-Kontrahenten, der an diesem Sonntag seinen 80. Geburtstag feiert.
Hundt war von 1996 bis 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Heute beaufsichtigt er den schwäbischen Autozulieferer Allgaier, den er 33 Jahre leitete und der heute seiner Familie gehört.