Die EU-Kommission sieht die Finanzpläne der italienischen Regierung mit „ernsthafter Sorge“. Italiens angepeilte Neuverschuldung von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr sei eine „deutliche Abweichung“ von der gemeinsamen Wirtschaftspolitik, schrieben Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis und Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici in einem Brief an die Regierung in Rom. Vizepremierminister Luigi Di Maio zeigte sich am Samstag unbeeindruckt von der Kritik aus Brüssel.
Der Bundesrechnungshof wirft der Bundesregierung vor, ihre Aufsicht über die Bahn zu vernachlässigen. Bei der Bahn laufe „offensichtlich einiges schief“, sagte Rechnungshof-Präsident Kay Scheller den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir stellen immer wieder fest, dass die Bahn die Bundesmittel für den Schienenwegebau unwirtschaftlich einsetzt oder zweckwidrig verwendet.“ Scheller bemängelte, die Infrastruktur der Bahn sei „jahrelang auf Verschleiß gefahren“ worden. Das Konzept „Gewinnmaximierung und weltweite Unternehmensbeteiligungen“ vertrage sich nicht mit dem Auftrag des Bundes, „verlässliche Schienenmobilität für die Bürger sicherzustellen“.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lehnt trotz der Währungskrise in seinem Land eine Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung McKinsey ab. Finanzminister und Erdogan-Schwiegersohn Berat Albayrak hatte sich Medienberichten zufolge dafür ausgesprochen. „Ich habe zu allen meinen Ministerfreunden gesagt: ,Du wirst von ihnen keine intellektuelle Beratung erhalten. Das ist nicht nötig. Wir helfen uns selbst‘“, sagte Erdogan am Samstag bei einer Sitzung seiner Regierungspartei AKP nahe Ankara. „Solange ich lebe, wird niemand in der Lage sein, die Türkei unter das Joch internationaler Institutionen zu stellen“, sagte Erdogan weiter. Auch die Oppositionspartei CHP hatte das Vorhaben zuvor kritisiert.
Ein Bericht über angebliche Spionage-Chips aus China in Servern für Apple und Amazon hat Politik und Wirtschaft auch in Deutschland aufgeschreckt. Die FDP forderte von der Bundesregierung Aufklärung über mögliche Auswirkungen hierzulande. Der Digitalverband Bitkom zeigte sich alarmiert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärte, es nehme den Bericht sehr ernst und habe Apple und Amazon um Stellungnahmen gebeten.