Wiesbaden – Nach einem stabilen Sommer stellt sich die deutsche Exportwirtschaft auf mehr Gegenwind ein. „Angesichts der vielen Unsicherheiten, insbesondere ausgelöst durch die direkten und indirekten Folgen der Handelsstreitigkeiten, blicken wir mit Vorsicht in Richtung Jahresende“, erklärte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Holger Bingmann.
„Es ist sicher zu früh, Alarm zu schlagen, doch die Anzeichen mehren sich, dass die Unternehmen sich auf ein schwächeres Exportwachstum einstellen müssen“, führte Bingmann aus.
Im August 2018 lieferten heimische Firmen Waren „Made in Germany“ im Gesamtwert von 105,2 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Von Januar bis einschließlich August stiegen die Ausfuhren um 4,2 Prozent auf 879 Milliarden Euro. In der Außenhandelsbilanz ergab sich für August ein Überschuss von rund 17,2 Milliarden Euro.
Allerdings kann sich die Exportnation Deutschland den vor allem von den USA angeheizten Handelskonflikten nicht entziehen. Auf kurze Sicht mussten die Unternehmen Rückschläge hinnehmen. Von Juli auf August des laufenden Jahres verringerten sich die Ausfuhren um 0,1 Prozent. Dies ist der zweite Rückgang auf Monatssicht in Folge. dpa