Der Textilhändler C&A strafft sein Management für das Europa-Geschäft und plant mit günstigen Angeboten einen Angriff auf Textil-Discounter. Neben der Ausweitung im unteren Preisbereich sei ein Ausbau des Sortiments bei höherwertigen Marken und des Onlinehandels geplant. Im Zuge der Umstrukturierung verlassen gleich vier der sieben Führungskräfte den Vorstand der Handelskette mit sofortiger Wirkung, berichtete die „Textilwirtschaft“. Das Europa-Führungsgremium werde nur noch aus drei Mitgliedern bestehen, bestätigte das Unternehmen. Dazu gehörten neben Vorstandschef Alain Caparros auch Martijn van der Zee sowie Tjeerd van der Zee. Bart Brenninkmeijer, Frank Beeck, Andreas Seitz und Manfred Mandel verließen den Vorstand. Alle außer Brenninkmeijer, der auch Mitglied der Eigentümerfamilie ist, scheiden aus dem Familienkonzern aus.
Der US-Handelskonzern Sears ist pleite. Sears habe Antrag auf Insolvenz gestellt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die 1886 gegründete Warenhauskette war nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Einzelhändler in Nordamerika aufgestiegen, die Filialen waren überall zu finden. Doch mit dem Aufstieg des Online-Handels begann der Abstieg. In den vergangenen Jahren musste Sears hunderte Filialen schließen. Am Montag war Medienberichten zufolge eine Rückzahlung von 134 Millionen Dollar (116 Millionen Euro) fällig, die Sears nicht aufbringen konnte.
Nach dem Kurseinbruch in der Vorwoche hat sich der Dax vorwärts bewegt. Er fiel zunächst auf den tiefsten Stand seit Januar 2017, konnte sich dann stabilisieren und ging mit um 0,78 Prozent im Plus bei 11 614,16 Zählern aus dem Handel.
Unter den Einzelwerten verbuchten Ceconomy-Aktien Kursgewinne von etwas mehr als 3 Prozent. Bei der Mediamarkt-Saturn-Mutter sollen neue Konzernlenker die Wende schaffen.
Gemischt ging es im Autosektor zu, wo die Titel des Zulieferers Continental um 1,25 Prozent fielen, während die VW-Aktien a um rund 3 Prozent anzogen. Größter Dax-Verlierer waren die Papiere der Lufthansa. Sie schlossen 3,2 Prozent im Minus bei 18,580 Euro,
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,36 Prozent auf 0,32 Prozent.
Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1581 (Freitag: 1,1574) US-Dollar fest.