Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag erneut verloren. Die globalen politischen Unruheherde und ein Kurseinbruch bei der Bayer-Aktie gaben beim deutschen Leitindex die Richtung nach unten vor. Der Dax sackte um 2,17 Prozent auf 11 274,28 Punkte ab, den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren. Als Mühlstein erwies sich die Bayer-Aktie: Mit einem Kurseinbruch um fast zehn Prozent zog das Schwergewicht im Dax diesen noch tiefer nach unten. Zwischenzeitlich stand Bayer sogar fast 12 Prozent im Minus. Schwer gebeutelt wurden auch Technologieaktien, allen voran die des Dax-Neulings Wirecard. Hier ging es über acht Prozent nach unten. Zum Teil wurden Gewinnmitnahmen für den Einbruch verantwortlich gemacht. Auch Infineon wurde mit über 3 Prozent Minus abgestraft. Eine der wenigen Aktien, die wenigstens ein kleines Plus aus dem Handelstag rettete, war Linde. Da wirkte noch die Freude der Anleger über die Zustimmung zur Fusion mit Praxair aus den USA nach.
Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,30 Prozent am Vortag auf 0,27 Prozent.
Wegen Problemen mit einem Kühlsystem für die Abgasrückführungsanlage muss BMW weltweit mehr als eine Million weitere Fahrzeuge in die Werkstatt holen. Es ist in diesem Zusammenhang bereits der zweite Rückruf in diesem Jahr, wie der Autobauer am Dienstag mitteilte. Bei den betroffenen Dieselfahrzeugen könne wegen der Probleme Kühlflüssigkeit austreten. Im Extremfall bestehe Brandgefahr. Bereits im August hatte BMW aus diesem Grund 480 000 Dieselfahrzeuge zurückgerufen. Insgesamt sind somit nun 1,6 Millionen Autos weltweit betroffen.