BÖRSEN

Börsen feiern Merkels Rückzugs-Absichten

von Redaktion

Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 übernimmt eine der führenden Online-Partnervermittlungen in den USA. Die Konzerntochter NuCom und die Parship-Elite-Gruppe, an der ProSiebenSat.1 ebenfalls die Mehrheit hält, kauften 100 Prozent der Anteile an der Partnervermittlung Eharmony in Los Angeles, teilte ProSiebenSat.1 in Unterföhrung mit. Zum Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Vorstandschef Max Conze sagte: „Wir bringen zwei starke Marken zusammen und bauen sie zu einem der weltweit führenden Unternehmen für Online-Partnervermittlung aus.“ ProSiebenSat.1 hatte im vergangenen Jahr die Online-Reiseunternehmen Etraveli und Weg.de verkauft und im Februar das US-Investmenthaus General Atlantic mit 25 Prozent an seiner Internetshop- und Vergleichsportal-Sparte NuCom beteiligt.

Der Fahrdienstleister Mytaxi will noch in diesem Jahr ein Pilotprojekt mit leihbaren Elektro-Rollern starten. Man gehe „in einem südeuropäischen Markt“ mit E-Scootern ins Rennen, teilte die Daimler-Tochter am Montag in Hamburg mit. Um welches Land es sich genau handelt, wollte das Unternehmen nicht sagen. Dem Testlauf könnten im kommenden Jahr weitere europäische Märkte folgen.

Der deutsche Aktienmarkt hat zum Wochenauftakt einen neuen Erholungsversuch gestartet und ist deutlich gestiegen. Auslöser dafür war die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, nach herben Verlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen den Parteivorsitz abzugeben und sich zum Ende der Wahlperiode 2021 aus der Politik zurückzuziehen. Im späten Handel bröckelten die Kurse -analog zur Wall Street – jedoch ein gehöriges Stück von ihren Tageshochs wieder ab. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,20 Prozent bei 11 335,48 Punkten. Zwischenzeitlich hatte er um bis zu 2,2 Prozent angezogen.

Aus Branchensicht war der Autosektor am Montag besonders stark gefragt. Die Aussicht auf Steuerentlastungen im wichtigen Absatzmarkt China gab Autowerten Auftrieb. Volkswagen, Daimler und BMW legten um bis zu 4 Prozent zu. Die Papiere des Zulieferers Continental und des Halbleiterherstellers Infineon, dessen Geschäfte stark von der Autoindustrie abhängen, belegten mit Kursgewinnen von 5,5 beziehungsweise 6 Prozent gar die beiden vordersten Plätze im Dax.

Am Rentenmarkt fiel der Bund-Future um 0,21 Prozent auf 160,30 Punkte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1381 (Freitag: 1,1345) US-Dollar fest.

Artikel 5 von 5