Mehr als ein Jahr nach der Übernahme befindet sich der Pharmakonzern Stada nahezu komplett in Hand der Finanzinvestoren Bain und Cinven. Mit ihrem jüngsten Angebot haben sie fast alle übrigen Aktionäre des Grippostad-Herstellers überzeugt, wie sie am Dienstag in Frankfurt mitteilten. Bis zur Frist am vergangenen Donnerstag seien ihnen 28,29 Prozent der Stimmrechte angedient worden, sodass sie 93,61 Prozent der Anteile halten. Bain und Cinven haben so ihr wesentliches Ziel erreicht. Sie wollen Stada nun von der Börse nehmen, um Berichtspflichten zu senken und Kosten zu drücken.
Für die Modekette Tom Tailor ist der heiße Sommer und die schleppend vorankommende Sanierung der Marke Bonita zur Last geworden. Der Konzernumsatz sank im dritten Quartal um 10,7 Prozent auf 214,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. Unterm Strich rutschte der Konzern in die roten Zahlen. Die Aktie verlor zwischenzeitlich mehr als 12 Prozent. Auch die Verschuldung stieg spürbar an und betrug Ende September 161 Millionen Euro. Da die Investitionen die Einnahmen überstiegen, war der Cashflow negativ.
Die EU steckt sich ehrgeizigere Ziele beim Energiesparen, um beim Klimaschutz voranzukommen. Bis 2030 sollen die Energieeffizienz um 32,5 Prozent gesteigert und der Verbrauch insgesamt deutlich gedrückt werden. Entsprechende neue EU-Regeln nahm das Europaparlament mit großer Mehrheit an. Außerdem soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 auf knapp ein Drittel (32 Prozent) steigen.
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag von seinem schwachen Wochenauftakt erholt. Ein Schlussspurt brachte den Dax gegen Handelsende mit 11 495,69 Punkten bis fast an die Marke von 11 500 Zählern heran. Ins Ziel ging der deutsche Leitindex mit einem Aufschlag von 1,30 Prozent auf 11 472,22 Punkte, nachdem er am Vortag noch um rund 1,8 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober gefallen war. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 1,07 Prozent auf 24 096,94 Punkte. Händlern zufolge sorgte die gestiegene Hoffnung auf eine Brexit-Einigung noch einmal für kräftigen Schub. An der Dax-Spitze erholten sich Papiere von Infineon mit plus 4,15 Prozent von ihrem Einbruch am Vortag. Der Kurs des Euro fiel. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1261 (Montag: 1,1265) US-Dollar fest. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,23 Prozent.