Draghi fordert mehr Europa

von Redaktion

Frankfurt – EZB-Präsident Mario Draghi hat trotz der Schuldenkrise Italiens, der Brexit-Turbulenzen und zuletzt schwacher Daten die Furcht vor einem Wachstumseinbruch gedämpft. „Es gibt sicher keinen Grund, warum das Wachstum im Euroraum abrupt enden sollte“, sagte er auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt. Der in Deutschland wegen seiner Nullzins-Politik stark umstrittene EZB-Präsident sieht für die Politik aber keinen Grund, sich auszuruhen – im Gegenteil. Einmal mehr mahnte er einheitliche Regeln für Banken und Kapitalmärkte an.

„Die Vollendung der Bankenunion in all ihren Dimensionen, einschließlich der Risikominderung, und der Beginn der Kapitalmarktunion sind jetzt so dringend wie die ersten Schritte im Krisenmanagement des Euro-Währungsgebiets vor sieben Jahren“, sagte er. In einer Kapitalmarktunion liege die beste Antwort auf die Bedrohungen, denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe. „Darauf gibt es nur eine Antwort: Mehr Europa.“  dpa

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