IN KÜRZE

Tanklaster sollen Sonntags fahren

von Redaktion

Das Ermittlungsverfahren gegen Thyssenkrupp wegen möglicher Kartellabsprachen bei Stahlpreisen könnte auch Folgen haben für die Abfindung des früheren Vorstandschefs Heinrich Hiesinger. „Das sind Themen aus der Zeit vor Heinrich Hiesinger, die mit seiner Rolle nichts zu tun haben“, sagte Compliance-Vorstand Donatus Kaufmann zwar der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag). „Trotzdem wird die Rückstellung, anders als üblich, Auswirkungen auf die Abfindung von Heinrich Hiesinger haben.“ Der im Sommer zurückgetretene Thysssenkrupp-Chef habe selbst Wert darauf gelegt, dass die Konzernrisiken bei der Berechnung seiner Abfindung voll berücksichtigt würden.

Die vielen Verspätungen bei der Deutschen Bahn haben personelle Konsequenzen. Künftig soll Philipp Nagl als Vorstand Produktion bei der zuständigen Tochter DB Fernverkehr dafür sorgen, die ICE nach der Instandsetzung schneller wieder auf die Schienen zu bekommen. Der bisherige Fahr-planchef folgt Kai Brüggemann, der „sein Vorstandsamt auf eigenen Wunsch niedergelegt und das Unternehmen verlassen“ hat, wie ein Bahnsprecher am Sonntag in Berlin sagte. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ darüber berichtet.

Mehr als vier Jahre nach der Insolvenz sieht sich der Augsburger Versandhändler Weltbild auf einem guten Weg. „Wir sind, was den Jahresüberschuss betrifft, nach der Insolvenz wieder knapp im Plus“, sagte Geschäftsführer Christian Sailer der „Augsburger Allgemeinen“. „Die Trendwende ist gelungen. Es geht aufwärts, wir haben die Talsohle durchschritten.“ Sailer räumte allerdings ein, dass unterm Strich nach wie vor Stellen abgebaut und Filialen geschlossen würden.

Angesichts drohender Benzin-Knappheit in einigen Gegenden Deutschlands sollen Tanklaster nach Ansicht des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) auch an Sonn- und Feiertagen unterwegs sein dürfen. Der Verband habe das Bundesverkehrsministerium um eine vorübergehende Aufhebung der Fahrverbote gebeten, teilte ein MWV-Sprecher am Sonntag mit. Als weiteres Mittel nannte er eine temporäre Erhöhung des zulässigen Transportgewichts von 40 auf 44 Tonnen. Die Bundesregierung hatte bereits vor mehreren Wochen größere Mengen Benzin, Diesel und Kerosin aus der nationalen Ölreserve freigegeben. Die Mineralölwirtschaft hat diese freigegebenen Bestände weitgehend abgerufen.

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