München – Der Münchner Versicherungskonzern Allianz fordert ein besseres Investitionsklima für erneuerbare Energien in Deutschland. „Wie brauchen eine Stromversorgung ohne CO2“, sagte Allianz-Klimaexperte Thomas Liesch gestern in München. „Ohne zusätzliche Investitionen in erneuerbare Energien wird das aber nicht gehen.“
Gemeinsam mit den Organisationen Germanwatch und New Climate Institute hat die Allianz gestern zum dritten mal ihren Klima- und Energiemonitor veröffentlicht. Der Monitor vergleicht die 19 G20-Staaten hinsichtlich ihrer Attraktivität für Investitionen in eine emissionsfreie Energie-Infrastruktur.
Fazit der Studie: In Deutschland hat sich das Investitionsklima verglichen mit den Vorjahren verschlechtert, Frankreich hat Deutschland von der Spitzenposition verdrängt. Niklas Höhne vom New Climate Institute führt das eingetrübte Investitionsklima in Deutschland vor allem auf ein neues Verfahren bei der Förderung der Windenergie zurück. Mit der Umstellung von festen Fördersätzen auf ein Auktionssystem hätte sich der jährliche Bau von neuen Windanlagen halbiert.
Laut Monitor müssten alle G20-Länder wesentlich mehr in erneuerbare Energien investieren, um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. sh