Ein Leben für die Lufthansa

von Redaktion

Frankfurt – Wolfgang Mayrhuber hat ein Leben für die Lufthansa geführt. 45 Jahre arbeitete der gelernte Maschinenbau-Ingenieur für Deutschlands Vorzeige-Airline und hat sie stark geprägt, wie sein Nach-Nachfolger Carsten Spohr am Montag angesichts der Todesnachricht erklärte und ihm für seine „großen Verdienste“ dankte. Im Alter von 71 Jahren ist der frühere Lufthansa-Chef Mayrhuber am Samstag nach schwerer Krankheit gestorben.

Als ihn der damalige Lufthansa-Chef Jürgen Weber Anfang der 1990er-Jahre in sein Sanierungsteam berief, hatte der Oberösterreicher aus Waizenkirchen bereits mehr als 20 Kranich-Jahre hinter sich. 1970 hatte Mayrhuber bei der Triebwerks-Instandhaltung in Hamburg angeheuert, nachdem er sich zuvor vergeblich als Pilot bei den damals noch eigenständigen Gesellschaften Lufthansa, Swiss und Austrian beworben hatte.

Viele aus dem damaligen Weber-Team haben anschließend Karriere bis an die Spitze des Dax-Konzerns gemacht. Neben Mayrhuber waren auch sein Nachfolger Christoph Franz und wiederum dessen Nachfolger Carsten Spohr mit von der Partie. Mayrhofers Weg führte über den Vorsitz der Lufthansa Technik, die einfache Mitgliedschaft im Konzernvorstand ab 2001 und die Nachfolge Webers im Amt des Vorstandsvorsitzenden ab Juni 2003. „Mr. Lufthansa“ Weber, wie er selbst ein leidenschaftlicher Skifahrer, wurde zum Mentor und Freund Mayrhubers. Unter Mayrhuber hat sich die Lufthansa auf ihr Kerngeschäft konzentriert und sich durch die Übernahmen Staats-Carrier Swiss und Austrian im deutschen Sprachraum breiter aufgestellt. Der Trend der aufkommenden Billigflieger wurde hingegen auch von Mayrhuber lange unterschätzt.

Der als charmant und umgänglich beschriebene Manager mit dem legendären Zahlengedächtnis saß in zahlreichen Aufsichtsräten (unter anderem BMW, Münchener Rück und Infineon). Bei der Lufthansa war er seit 2013 Chefaufseher.

Privat interessierte sich der Manager für klassische Musik, Architektur und Skifahren. Er hinterlässt Frau und drei Kinder. CHRISTIAN EBNER

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