Tokio – Ein japanisches Gericht hat einer weiteren Verlängerung der Untersuchungshaft für den früheren Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, Carlos Ghosn, zugestimmt. Wie das Bezirksgericht in Tokio am Sonntag bekanntmachte, wurde der Forderung der Staatsanwaltschaft stattgegeben, den seit einem Monat in U-Haft sitzenden Manager für zehn weitere Tage zu verhören. Die Staatsanwaltschaft wirft Ghosn vor, private Investitionsverluste von 1,8 Milliarden Yen (14 Millionen Euro) auf seinen früheren Arbeitgeber, den er einst vor naher Pleite gerettet hatte, übertragen zu haben. Ghosn war am 19. November in Tokio wegen Verdachts auf Verstoß gegen Börsenauflagen festgenommen worden. dpa