New York – So steil ging es mit dem Dow Jones schon lange nicht mehr aufwärts: Am New Yorker Aktienmarkt ist der Dow Jones Industrial am Mittwoch um knapp fünf Prozent nach oben geschossen. Der Index erreichte mit einem Plus von knapp 1100 Punkten den höchsten Tagesgewinn seit neun Jahren.
Nach den wilden Szenen, die sich über die Weihnachtstage an der Wall Street abspielten, ging es gestern aber zunächst wieder abwärts: Der Dow-Jones-Index büßte am Vormittag (Ortszeit) rund 2,1 Prozent ein. Die Rallye am US-Aktienmarkt vom Mittwoch, die mit einem Kurssprung von 4,98 Prozent auf 22 878,45 Punkte im Dow endete, erwies sich gestern als Strohfeuer. Gegenwind gab es erneut von der Konjunktur in den USA. Die Stimmung der Verbraucher hatte sich im Dezember überraschend deutlich eingetrübt.
Auch in Deutschland setzte sich der Ausverkauf am Aktienmarkt fort: Der Dax brach am Donnerstag um weitere 2,37 Prozent auf 10 381,51 Punkte ein. Das war der niedrigste Schlusskurs seit November 2016, der Dax erreichte damit einen neuen Tiefstand. „Jetzt liegt die runde 10 000er-Marke näher als der Widerstand bei 11 000 Punkten“, sagte Analyst Konstantin Oldenburger vom Broker CMC Markets.
Im Dezember summieren sich die Einbußen des Dax mittlerweile auf knapp acht Prozent und seit Jahresbeginn auf fast 20 Prozent. Angesichts eines desaströsen Börsenjahres 2018 hätten Anleger auch kurz vor dem Jahresschluss noch Aktienpositionen geräumt, sagten Händler. Der Index mittelgroßer deutscher Werte MDax fiel am Donnerstag um 1,41 Prozent auf 21 301,26 Punkte. dpa