IN KÜRZE

Kartellamt prüft Facebook

von Redaktion

Tesla hat im vierten Quartal weniger Elektroautos an die Kundschaft gebracht als erwartet – Aktionäre reagierten enttäuscht. Der Konzern von Tech-Milliardär Elon Musk lieferte laut Mitteilung vom Mittwoch insgesamt rund 90 700 Fahrzeuge aus, davon entfielen 63 150 Stück auf den Hoffnungsträger Model 3. Auch wenn Tesla sich damit im Jahresvergleich um mehr als das Dreifache steigerte und neue Rekordwerte erreichte, war an der Wall Street mit stärkeren Zahlen gerechnet worden. Dem Sender CNBC zufolge gingen die Analysten im Schnitt von 64 900 ausgelieferten Model 3 aus. Die Aktie fiel vorbörslich zunächst um mehr als sieben Prozent.

Sich per Smartphone-App mit anderen Fahrgästen zu Sammelfahrten zusammenzuschließen, spielt bislang nur für einen Bruchteil der Bundesbürger eine Rolle – doch das Interesse an diesen sogenannten Ridesharing-Angeboten ist einer Umfrage zufolge groß. Zwar nutzen bislang lediglich zwei Prozent solche Fahrten regelmäßig und weitere drei Prozent selten, wie der Digitalverband Bitkom am Mittwoch mitteilte. Zusätzliche 46 Prozent der Deutschen haben demnach allerdings Interesse daran.

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dringt auf eine Rückkehr zur Meisterpflicht in vielen Berufen. „Wir können nicht jeden wild drauflos arbeiten lassen“, sagte Wollseifer. Eine Wiedereinführung der Meisterpflicht in bisher zulassungsfreien Gewerken werde zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit führen. Im Handwerk gebe es eine zunehmend Zahl von Solo-Selbstständigen, dies führe zu massiven Problemen. Im Jahr 2004 war in mehr als 50 Berufen die Meisterpflicht weggefallen. „Seit der Deregulierung braucht man als Rolladen- und Jalousienbauer, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Gold- und Silberschmied, Orgelbauer oder Musikinstrumentenhersteller keinen Meisterbrief und keinen Qualifikationsnachweis mehr, um in diesen Gewerken selbstständig am Markt zu sein“, sagte Wollseifer.

Das Bundeskartellamt steht kurz vor dem Abschluss seines Verfahrens gegen Facebook, bei dem es um den Vorwurf des missbräuchlichen Sammelns und Verwertens von Nutzerdaten geht. „Wir werden Anfang 2019 eine Entscheidung zu Facebook verkünden. Wir meinen, dass Facebook den relevanten Markt beherrscht“, sagte Kartellamts-Chef Andreas Mundt der „Rheinischen Post“. Das Verfahren dreht sich um die Frage, ob das Unternehmen den Kunden unangemessene Geschäftsbedingungen aufzwingt und seine Marktmacht missbraucht. „Wenn die Daten der Nutzer nun stärker genutzt und erhoben werden, als vielen Bürgern bewusst ist, kann man dies als Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung bewerten.“

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