Berlin – Unmittelbar nach dem Ende der Ferien in Berlin hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Sicherheitsfirmen an den beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld für Montagmorgen zu einem mehrstündigen Warnstreik aufgerufen. Dadurch könne es zu starken Beeinträchtigungen bei der Abfertigung kommen, hieß es am Sonntag bei der Flughafengesellschaft. Die Aktion soll von 5.00 Uhr bis 8.45 Uhr laufen. Betroffen sind etwa 80 Flüge. Die ersten wurden bereits am Sonntag gestrichen, andere auf der Internetseite der Berliner Airports als verspätet gemeldet. Alle Passagiere sollten sich vor der Anreise bei ihrer Airline zur Lage informieren, hieß es. Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser kritisierte: „Es ist bedauerlich, dass das neue Jahr schon wieder mit Unregelmäßigkeiten für unsere Fluggäste beginnt.“
Von dem Warnstreik sind fast 60 Flüge in Tegel und gut 20 in Schönefeld betroffen. Die Lufthansa kündigte am Sonntag an, dass am Montag acht Verbindungen ausfallen müssten. Es gehe um je vier Flüge zwischen Berlin-Tegel und München sowie Berlin-Tegel und Frankfurt.
Die 850 Passagiere könnten ihre Tickets nun zur Fahrt mit der Bahn einsetzen, hieß es. Denn sie dürften „in dieser Zeit voraussichtlich keine Möglichkeit haben, ihre gebuchten Flüge zu erreichen“. Die Lufthansa betonte, Kunden könnten sich unter der Internet-Adresse lh.com über den Flugstatus erkundigen. „Passagiere, die ihre Daten online hinterlegt haben, werden aktiv informiert.“ Bis zum Sonntagnachmittag hatten auch Easyjet, Ryanair und Aeroflot Flüge in Schönefeld gestrichen.
Hintergrund des Warnstreiks sind die bislang ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) und Verdi für rund 23 000 Beschäftigte der Flugsicherheit. dpa