BÖRSE

Osram-Prognose bewegt Anleger

von Redaktion

Wegen schlechter Geschäfte in Europa stellt sich der Autobauer Ford neu auf und will dabei tausende Jobs streichen. Von den rund 50 000 Arbeitsplätzen werde „eine beträchtliche Anzahl“ wegfallen, sagte Ford-Europachef Steven Armstrong. In Deutschland arbeiten für Ford circa 24 000 Menschen, der Großteil davon in Köln. Wie viele Arbeitskräfte in der Domstadt wegfallen, wollte der Manager noch nicht sagen.

Jaguar Land Rover wird weltweit rund 4500 Stellen streichen. Dies sei das Ziel einer Überprüfung der unternehmensweiten Strukturen und komme zu den 1500 Mitarbeitern hinzu, die das Unternehmen im Jahr 2018 verlassen hätten, teilte der britische Autobauer am Donnerstag mit.

Nach der Grundsteinlegung für eine riesige Tesla-Fabrik in Shanghai hat China Firmenchef Elon Musk die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung angeboten. Musk hatte nach einem Treffen mit Regierungschef Li Keqiang gesagt: „Ich liebe China wirklich, ich möchte öfter zu Besuch kommen.“ Die permanente Aufenthaltserlaubnis ist eine hohe Ehre: Sie besitzen seit 2016 nur rund 10 000 Ausländer. Es heißt, diese Aufenthaltserlaubnis zu bekommen, sei eine der schwierigsten Aufgaben der Welt.

Am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax nach einem schwachen Start am Donnerstag noch ins Plus gerettet. Der Leitindex knüpfte schließlich an seine jüngsten Gewinne an und legte letztlich um 0,26 Prozent auf 10 921,59 Punkte zu. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax gab hingegen um 0,30 Prozent auf 22 09,52 Punkte nach.

Spitzenreiter im Dax waren Fresenius-Aktien, die um 2 Prozent zulegten. Dagegen waren die Papiere von Covestro größter Verlierer mit minus 2,60 Prozent.

Dazu passten die negativen Töne des Osram-Konzernchefs, die die Aktie des Lichtspezialisten im MDax um 6 Prozent absacken ließen. Olaf Berlien blickt nicht nur pessimistisch auf das abgelaufene Jahresviertel von Osram, sondern sorgt sich vor allem auch um die schwächelnde Autoindustrie, die vom Lichtspezialisten beliefert wird. Entsprechend sackten auch die Papiere des auf Lichttechnik spezialisierten Autozulieferers Hella um 3,8 Prozent ab.  dpa

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