100 Flüge von und nach München wegen Streiks annulliert

von Redaktion

München – Der Streik der Sicherheitsbeschäftigten an deutschen Flughafen hat München weniger betroffen als erwartet. Zwar standen im Zentralbereich zwischen den Terminals Mitarbeiter der flughafeneigenen Sicherheitsfirma CAP mit gelben Warnwesten der Gewerkschaft Verdi. Doch die Auswirkungen des Streiks hielten sich in Grenzen. Es arbeiteten staatliche Passagier-Kontrolleure, wie ein Flughafen-Sprecher gegenüber unserer Zeitung sagte. CAP-Beschäftigte sind lediglich für die Waren- und Passagierkontrollen zuständig. Hier waren nach Verdi-Angaben 150 Mitarbeiter im Ausstand. Dennoch gelang es dem Flughafen – unter anderem, weil Führungskräfte einsprangen – acht von 20 Kontrollstellen fürs Personal zu besetzen. 100 von 1050 geplanten Flügen mussten annulliert werden – aber nicht wegen des Arbeitskampfs am Flughafen München. Die meisten der abgesagten Landungen in München waren gestrichen worden, weil die Flugzeuge an ihrem Startflughafen nicht loskamen. Andere durften in München wegen der Streiks an ihren Zielflughafen gar nicht erst losfliegen.

Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die rund 15 000 staatlich geprüften Mitarbeiter brutto 20 Euro pro Stunde, der Deutsche Beamtenbund fordert einen Stundenlohn von 19,50 Euro.

Bislang sind die Stundenlöhne in der Branche regional sehr unterschiedlich geregelt, sodass sich den Arbeitgebern zufolge Lohnsteigerungen von bis zu 44 Prozent ergäben.

In Bayern verdienen staatlich geprüfte Kontrolleure derzeit 13,93 Euro in der Stunde. Verdi pocht auf deutliche Lohnerhöhungen, auch in Ostdeutschland. ham / dpa

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