Frostiger Jahresstart

von Redaktion

Regierung will Prognose senken – Ifo-Index bricht ein

München/Berlin – Die Sorgen um die deutsche Konjunktur werden größer: Die Bundesregierung will ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich nach unten schrauben und in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft wächst die Unruhe. Die Regierung rechnet im neuen Jahreswirtschaftsbericht für 2019 nur noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent, wie es am Freitag in Koalitionskreisen hieß. In ihrer Herbstprognose war die Regierung noch von einem Plus von 1,8 Prozent ausgegangen.

In den Chefetagen der deutschen Wirtschaft sank indes die Stimmung zum Jahresbeginn auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Das Ifo-Geschäftsklima fiel im Januar im Vergleich zum Vormonat um 1,9 Punkte auf 99,1 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Nach dem fünften Rückgang in Folge liegt das Stimmungsbarometer damit auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2016. „Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem Abschwung“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die Entwicklung. dpa

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