Höhere Ticketpreise „Schnapsidee“

von Redaktion

Berlin – Der Bahnkunden-Verband hat die Forderung des Bahn-Beauftragten Enak Ferlemann nach höheren Fahrpreisen als „Schnapsidee“ kritisiert. Auch die Allianz pro Schiene protestierte: Preiserhöhungen für den umweltfreundlichen Bahnverkehr könnten nicht im Interesse des Klimaschutzes sein. Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, hatte gesagt, die Bahn könnte ihre Preise anheben oder die Sondertarife reduzieren. Er begründete dies auch mit steigenden Preisen für Fernbusse.

Der Präsident des Bahnkunden-Verbandes, Gerhard Curth, erklärte, er habe die Aussagen Ferlemanns „mit äußerstem Befremden“ zur Kenntnis genommen. Er verwies auf das „Zukunftsbündnis Schiene“ im Bundesverkehrsministerium, das sich eine Verdopplung der Fahrgastzahlen zum Ziel gesetzt habe. „Ferlemanns Forderung bewirkt jedoch eher das Gegenteil.“

Das Bundesverkehrsministerium will sich indes nicht in die Ticketpreise der Bahn einmischen. Eine Sprecherin von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte gestern in Berlin, die Festlegung von Ticketpreisen sei eine „unternehmerische Entscheidung“ und obliege der Deutschen Bahn.  afp/dpa

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