Sorge um Strompreis und Stellen im Revier

von Redaktion

Berlin – Beim geplanten Kohleausstieg sind nun Bund und Länder am Zug. Die Bundesregierung kündigte gestern ein „belastbares Energiekonzept“ an. Sie sagte den betroffenen Regionen außerdem Unterstützung beim Strukturwandel zu. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will außerdem vermeiden, dass Strom teurer wird. Altmaier sagte im ZDF-„Morgenmagazin“, die Regierung werde alles tun, „damit die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Strompreisanstiegen durch den Umstieg von Kohle auf Erneuerbare (Energie) geschützt werden“.

Die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission mit Vertretern aus Industrie, Gewerkschaften, Umweltverbänden und Forschern hatte sich auf einen Kohleausstieg bis spätestens 2038 geeinigt. Ein früherer Ausstieg soll 2032 geprüft werden, auch das Jahr 2035 ist möglich.

Aus Sicht des Energiekonzerns RWE kostet das Jobs. RWE habe im Rheinischen Revier in den vergangenen Jahren bereits Kraftwerksblöcke vom Netz genommen, sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz der „Rheinischen Post“. „Weitere Stilllegungen werden deshalb umso schwieriger und werden dann wohl auch große Auswirkungen auf das Tagebausystem haben.“ Wie viele Mitarbeiter betroffen sein werden, könne er nicht sagen. „Aber ich rechne mit einem signifikanten Abbau bereits bis 2023, der weit über die bisherigen Planungen und das durch normale Fluktuation mögliche hinausgeht.“ dpa

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