Die bayerischen Bürger und Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr mehr neue Autos geleistet. Während die Zulassungszahlen bundesweit sanken, stiegen sie im Freistaat um 1,2 Prozent auf gut 709 000. Wie das Landesamt für Statistik mitteilte, kamen außerdem 57 000 Lastwagen neu auf die Straße – das waren sogar 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Autokäufer entschieden sich zu 59 Prozent für einen Benziner. Obwohl die bayerische Regierung Dieselfahrverbote ablehnt, zeigte die Debatte Wirkung: Der Anteil der Dieselkäufer im Freistaat fiel um acht Punkte auf 35 Prozent.
Inmitten des ungelösten Handelsstreits der führenden Volkswirtschaften USA und China setzen die Europäer und Japan ein Zeichen für Zusammenarbeit: Seit Freitag bilden die EU und Japan die größte Freihandelszone der Welt. Mit dem Inkrafttreten des Wirtschafts-Partnerschaftsabkommens werden Märkte mit 635 Millionen Menschen verbunden. Ziel ist es, Zölle und andere Handelshemmnisse nahezu vollständig abzubauen, um das Wachstum anzukurbeln. Durch das Abkommen mit Japan könnten europäische Unternehmen jedes Jahr eine Milliarde Euro an Zöllen einsparen, sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Der Autobauer Porsche hat die möglicherweise fehlerhaften Verbrauchswerte bei seinem Sportwagen 911 nun vorsorglich auch bei den US-Behörden angezeigt. Die zuständigen Stellen seien informiert worden, sagte ein Sprecher. Zuvor war bekannt geworden, dass Porsche sich aus dem gleichen Grund beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet hatte. Auch in Südkorea habe Porsche die Behörden informiert, so der Sprecher. Es geht um Autos, die 2016 und 2017 gebaut wurden. Porsche bestätigte, dass es um Abweichungen bei den Windwiderstandswerten geht, die bei Tests auf dem Rollenprüfstand zugrundegelegt werden.
Ein starkes Weihnachtsgeschäft und boomende Cloud-Services haben Amazon einen glänzenden Jahresabschluss beschert. Im vierten Quartal kletterten die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 20 Prozent auf 72,4 Milliarden Dollar (63,3 Milliarden Euro). Der Nettogewinn legte um fast 60 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar zu, obwohl Amazon im Vorjahr von einer hohen Steuergutschrift profitiert hatte. Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Wall Street klar, dennoch fiel die Marktreaktion negativ aus. Für Enttäuschung sorgte die Prognose für das laufende Quartal, zudem stellte Finanzchef Brian Olsavsky Anleger auf höhere Investitionen ein, die die Bilanz zunächst belasten.