München – Es war ein traditionsreiches bayerisches Unternehmen: SKW mit Standorten unter anderem in Trostberg hat ein langes Siechtum hinter sich. Es ist nun eine Holding ohne operatives Geschäft an den Alt-Standorten – und gehört nun völlig neuen Eigentümern. Mithilfe eines Insolvenzplans gelang es dem Allein-Vorstand Kay Michel, die Altaktionäre gegen deren hartnäckige Gegenwehr aus dem Unternehmen zu drängen und erst die Schulden, dann alle Anteile an den US-Finanzinvestor Speyside zu übertragen. Das Landgericht München 1 und zuletzt das Amtsgericht München hatten dem Plan von Vorstand und Gläubigern den Weg geebnet und das Insolvenzverfahren beendet. Doch die Altaktionäre sehen sich um ihre Eigentümer-Rechte gebracht und haben bereits angekündigt, die Sache vors Bundesverfassungsgericht zu bringen. mm